1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Unterkünfte voll belegt: Keine Plätze für Geflüchtete in Hann. Münden

Erstellt:

Von: Konstantin Mennecke

Kommentare

Das Haus der Nationen in Hann. Münden wurde Mitte Oktober 2019 feierlich eingeweiht.
Das Haus der Nationen in Hann. Münden wurde Mitte Oktober 2019 feierlich eingeweiht. © Per Schröter

Der Wohnraum für Geflüchtete ist im Landkreis Göttingen knapp. In Hann. Münden gibt es keine Plätze mehr. Gesetztes Ziel der Kreisverwaltung ist es, die Menschen aus den Notunterkünften schnellstens in dezentralen Wohnraum umzuverteilen

Landkreis Göttingen – Mit Blick auf die Flüchtlingssituation zeichnet sich keine Entspannung der Lage ab. Insbesondere die Balkanroute macht nach HNA-Informationen mit Blick auf die steigenden Flüchtlingszahlen vielen Kommunen Bauchschmerzen. Hintergrund dafür ist nicht nur der weiter anhaltende Krieg in der Ukraine, sondern auch die sich weiter zuspitzenden Demonstrationen im Iran. Im Kreis Göttingen sind die Unterkünfte in Hann. Münden im Haus der Nationen voll belegt. Das teilt die Kreisverwaltung auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Hann. Münden: Wohnrum für Geflüchtete ist Mangelware

Der Landkreis betreibt mit den Unterkünften Haus der Nationen in der Dreiflüssestadt und der Einrichtung in Wollershausen jeweils Notunterkünfte, die für die Erstaufnahme von Flüchtlingen eingerichtet sind.

Die dauerhafte zentrale Unterkunft Haus der Nationen (HdN) Winkelbau ist aktuell mit 63 Personen belegt, HdN-Gartenhaus beherbergt 25 Personen. Damit sind die Einrichtungen voll, wie Kreissprecherin Andrea Riedel-Elsner mitteilt.

Weitere Einrichtungen sind stark ausgelastet, wie der Blick auf die aktuellen Zahlen belegt. In Wollershausen sind in der Gemeinschaftsunterkunft aktuell 112 Personen untergebracht (maximale Kapazität 115 Personen), in der Sporthalle als Notunterkunft sind es 18 (40 Personen maximal). In Germershausen sind 79 Personen in 32 Zimmern untergebracht (150). In der Notunterkunft in Osterode habe man Platz für maximal 50 Flüchtlinge.

Ziel des Landkreises Göttingen: Dezentraler Wohnraum für Geflüchtete

Gesetztes Ziel der Kreisverwaltung ist es, die Menschen aus den Notunterkünften schnellstens in dezentralen Wohnraum umzuverteilen, „so dieser akquiriert werden kann“, betont Riedel-Elsner. „Das wird zunehmend schwieriger.“ Wenn Flüchtlinge hingegen aus der Ukraine aus Eigeninitiative im Landkreis Göttingen ankommen, seien sie nicht immer auf Notunterkünfte angewiesen, sondern haben teils einen privaten Bezug zum Landkreis. Innenminister Boris Pistorius hat die Kommunen vergangene Woche aufgefordert ihre Kapazitäten nochmals – trotz aller Herausforderungen – zu erweitern.

Die Kreisverwaltung stellt für die Bewohner der Einrichtungen eine ausreichende Versorgung sicher. Es gibt dreimal täglich eine frische Mahlzeit (Frühstück, Mittagessen und Abendessen) und jederzeit Trinkwasser sowie Heißgetränke (Kaffee und Tee). (Konstantin Mennecke)

Die Tafel in Hann. Münden hat mehr Zulauf. Das sind nicht nur Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Die Welle der Solidarität im Kreis für die Geflüchteten ist groß.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion