Frisuren sind Familiensache 

Friseurbetrieb Paffe in Hann. Münden ist schon seit 100 Jahren in Familienhand

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Heute: Peter Paffe ist stolz auf das Familienunternehmen, das er in der dritten Generation leitet. Die Geschäftsräume präsentieren sich hell und einladend. 

Bei Friseurmeister Peter Paffe in Hann. Münden soll sich jeder Kunde wohlfühlen. Schon seit 100 Jahren ist der Friseurbetrieb in Hand der Familie und feiert 2019 Jubiläum

Stolz sind Peter und Petra Paffe auf das Familienunternehmen, das er in der dritten Generation als Enkel des Firmengründers leitet.

Ob sein Sohn in seine Fußstapfen treten wird, ist offen. „Mein Großvater Karl Albe gründete 1919 im Alter von 29 Jahren in der Langen Straße 57 einen modernen Damen-Frisiersalon“, erzählt er. Sehr viele arbeitsreiche Jahre mit Dauerwellen, Wasserwellen und Färbungen folgten.

Praktisch war es, dass die Familie damals auch im gleichen Haus wohnte. Als Karl Albe sich zurückzog und mit seiner Tochter Ellen und deren Ehemann Franz Paffe die zweite Generation antrat, wurden die Geschäftsräume umgebaut und renoviert. Friseursalon mit Parfümerie befanden sich in den gleichen Räumlichkeiten.

Nostalgie: Schaufenster-Dekoration noch unter dem Namen des Gründers Karl Albe. 

Nachdem Ellen Paffe jung gestorben war, führte Franz Paffe den Salon bis zu seinem 65. Lebensjahr weiter. Nach erfolgreichen Berufsjahren in Hamburg und München übernahm Peter Paffe 1983 den Salon seiner Eltern, der seitdem unter „Peter Paffe, hair-design“ firmiert. War der Friseursalon bis dahin ausschließlich der Schönheit der Damen vorbehalten, so können sich seitdem auch die Herren dort hübsch machen lassen.

Senior Franz Paffe, dann im Ruhestand, war auch dann noch immer wieder im Salon anzutreffen, um Kunden zu begrüßen und ein paar Worte mit ihnen zu wechseln.

Waren früher immer die neuesten Schnitte eine große Herausforderung, seien es heute die neuesten Färbetechniken und Farbkombinationen, erläutert Peter Paffe Wandlungen in seinem Handwerk.

Auch die einst beliebten Dauerwellen und Toupierfrisuren hat er noch selbst gelegt. Waren es früher Perücken und Haarteile, seien es heute die Haarverlängerungen und -verdichtungen. Die Trockenhauben wurden durch moderne Wärmegeräte ersetzt.

Diskret: In den 1920er Jahren gab es Kabinen, die durch Vorhänge abgeteilt wurden. 

Bis 2003, als Familie Paffe das Fachwerkhaus Lange Straße 32 erwarb, war der Betrieb am gleichen Standort. Nach Kernsanierung des Fachwerkhauses entstand unter Leitung des Mündener Architekturbüros Volkmar ein modernes Wohn- und Geschäftshaus mit neuer Fassade und einer interessanten Farbgestaltung im Innen- und Außenbereich. Neben dem Friseursalon in der unteren Etage befinden sich im ersten Stock ein zusätzliches Haarstudio, Büroräume und Wohnungen.

„Viele Kunden sind uns seit Generationen treu. Das ist gerade in der heutigen Zeit etwas ganz Besonderes und freut meine Familie, mein Team und mich sehr“, betont Peter Paffe.

„Was alle drei Generationen eint, sind die Liebe und Leidenschaft zum Handwerk sowie die Verbundenheit gegenüber vielen treuen Kunden und nicht zuletzt dem schönen Städtchen Hann. Münden“, stellt der Enkel des Firmengründers fest.

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