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Gebrauchte Autos im Altkreis Münden Mangelware

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Von: Michael Caspar

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Gebrauchte Autos sind zur Zeit Mangelware: Der Hann. Mündener Mitsubishi-Vertragshändler Andreas Fahrenbruch verkauft neu hereinkommende Fahrzeuge innerhalb von Tagen.
Gebrauchte Autos sind zur Zeit Mangelware: Der Hann. Mündener Mitsubishi-Vertragshändler Andreas Fahrenbruch verkauft neu hereinkommende Fahrzeuge innerhalb von Tagen. © Michael Caspar

Gebrauchte Autos sind im Raum Hann. Münden Mangelware. Das berichten Gebrauchtwagenhändler.

Hann. Münden – Länger suchen und tiefer in die Tasche greifen muss, wer dieser Tage einen Gebrauchtwagen kaufen will. Der Grund: Seit Beginn der Pandemie werden deutlich weniger Neuwagen zugelassen. Entsprechend weniger ältere Fahrzeuge kommen auf den Markt.

Hann. Münden: Gebrauchte Autos werden knapp

„Früher hatte ich an die 30 Gebrauchte auf dem Hof stehen“, sagt Andreas Fahrenbruch vom Hann. Mündener Mitsubishi-Autohaus an der Wilhelmshäuser Straße 103. Bietet er derzeit seine ein bis vier Jahre alten Fahrzeuge an, sind sie innerhalb von Tagen verkauft. Die Nachfrage ist groß, Nachschub schwer zu bekommen.

„Suchen, suchen, suchen“, beschreibt Christian Fluck, Inhaber der Hann. Mündener Firma CF Automobile am Weserpark 6, seine Arbeit. Er verbringt viel Zeit mit der Recherche im Netz. Die Lage ist heute angespannter als zu Zeiten der Abwrackprämie 2009, berichtet er. Damals bekamen Kunden eine Prämie, wenn sie beim Kauf eines neuen Fahrzeugs ihr altes verschrotten ließen. Das hat seinerzeit das Angebot an Gebrauchten verknappt.

Heute können viele Hersteller Neuwagen nur mit Verzögerung liefern, weil einzelne Teile, insbesondere Halbleiter, fehlen. „Seit Ausbruch der Pandemie gibt es Probleme mit den Lieferketten“, erläutert Fahrenbruch. Der Krieg in der Ukraine hat die Herausforderungen nicht kleiner gemacht.

Gut für Werkstätten - schelcht für Autohäuser

So fahren viele Kunden ihre Autos länger. „Das ist gut für das Werkstatt-Geschäft“, sagt Lars Ringleb, Service-Berater und Diagnose-Techniker beim Hann. Mündener Autohaus Kämmerer an der Veckerhäger Straße 46.

Doch auch in den Werkstätten gibt es Engpässe. Nicht jedes Ersatzteil lässt sich mehr wie früher innerhalb von 24 Stunden beschaffen. Mal fehlt ein Sensor, mal ein Stoßfänger. „Wir improvisieren dann“, berichtet Ringleb. Geht das nicht, muss ein Kunde auch schon mal Wochen oder gar Monate auf eine Reparatur warten. Solche Erfahrungen machen Verbraucher heute in vielen Bereichen, gibt der Service-Techniker zu bedenken. Im Vorteil sind Haushalte, die noch einen Zweit- oder Drittwagen haben.

„Aufpassen sollten auch Kunden, die ihr Fahrzeug leasen“, warnt CF-Chef Fluck. Insbesondere wer am Ende der Laufzeit die Marke wechseln wolle, bekomme nicht unbedingt sofort ein neues Fahrzeug. Wer beim alten Hersteller bleibe, könne in solchen Fällen dagegen in der Regel zumindest die Laufzeit verlängern. (Michael Caspar)

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