Bürgermeisterwahl in Hann. Münden

Hann. Münden geht in die Stichwahl - Bürgermeister Harald Wegener abgewählt

Menschen die auf die Leinwand starren: In der Oberen Rathaushalle in Hann. Münden verfolgte Amtsinhaber Harald Wegener die Wahl.
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Menschen die auf die Leinwand starren: In der Oberen Rathaushalle in Hann. Münden verfolgte Amtsinhaber Harald Wegener die Wahl.

Wahlkrimi in Hann. Münden: Amtsinhaber Harald Wegener ist abgewählt. Tobias Dannenberg (CDU) und Dr. Karin Weber-Klatt (SPD) müssen in die Stichwahl.

Hann. Münden – Am Sonntag (12. September) hat in Hann. Münden die Bürgermeisterwahl stattgefunden. 19.206 Menschen waren eingeladen, ihre Stimme abzugeben. Nun findet am 26. September die Stichwahl statt. Noch hat Hann. Münden keinen neuen Bürgermeister. Denn bei der Kommunalwahl Niedersachsen hat kein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten. Das bedeutet, dass sich die beiden stärksten Kandidaten am 26. September einer Stichwahl stellen müssen.

Hann. Münden: Amtsinhaber Harald Wegener abgewählt

Die meisten Stimmen des Abends hat die Kandidatin der SPD, Dr. Karin Weber-Klatt, erhalten. „Ich freue mich sehr über dieses gute Ergebnis“, sagte sie am Abend gegenüber der HNA. Da sie als einzige Kandidatin nicht aus Hann. Münden stammt, freue sie sich umso mehr über das ihr entgegengebrachte Vertrauen. Dafür dankt sie ihren Wählern.

Die vier Bürgermeisterkandidaten in Hann. Münden: Harald Wegener (Bürgerforum), Olaf Lieberum (parteilos), Tobas Dannenberg (CDU) und Dr. Karin Weber-Klatt (SPD).

„Jetzt ist von Seiten des Ortsvereins Unterstützung gefragt. Und die werden wir ihr mit allen Kräften geben“, sagt die Vorsitzende Gudrun Surup mit Blick auf die kommenden zwei Wochen.

Stichwahl am 26. September zwischen CDU und SPD

Weber-Klatt dankt auch ihren Mitbewerbern für den „fairen“ Wahlkampf. Die Stärke der SPD sieht sie in den präzisen Antworten, die ihre Partei auf die wichtigsten Fragen der Stadt habe geben können. „Ich schätze Tobias Dannenberg sehr“, sagt die SPD-Kandidatin zu dem Bewerber, gegen den sie sich nun in der Stichwahl abheben will.

CDU-Bürgermeisterkandidat Tobias Dannenberg erklärte, er freue sich auf die nun anstehende Stichwahl. „In den kommenden Wochen geht es darum, zu mobilisieren und zu überzeugen, dass ich der richtige Kandidat bin“, so Dannenberg. Vor der gestrigen Wahl habe man seiner Meinung nach nicht absehen können, wer in die Stichwahl einzieht.

„Dass wir nun eine Stichwahl haben, hat mich nicht überrascht bei vier guten Kandidaten mit unterschiedlichen Profilen.“ Die Mündener hätten wirklich eine Wahl zu treffen gehabt. „Ich habe gehofft, dass sich der Bundestrend der CDU nicht abfärbt und ich in die Stichwahl komme“, sagte Dannenberg.

Müssen in die Stichwahl: Für Tobias Dannenberg (CDU) und Dr. Karin Weber-Klatt (SPD) geht es am 26. September um das Amt des Bürgermeisters.  

„Jubeln kann man noch nicht, wir sind nicht Erster geworden, sondern Zweiter“, sagte Markus Jerrentrup, Vorsitzender der Mündener CDU. Zur Niederlage des amtierenden Bürgermeisters Harald Wegener sagte Jerrentrup: „Die Bürgerinnen und Bürger haben entschieden und die Leistungen der sieben Jahre gewertet.“

Harald Wegener„Ich hatte ein anderes Ergebnis erhofft“

„Ich hatte ein anderes Ergebnis erhofft“, sagte der amtierende Bürgermeister Harald Wegener. Er wartete das Ergebnis im Kreise seiner Freunde, Familie und Unterstützer im Oberen Rathaussaal ab. Er habe zumindest erwartet, in die Stichwahl zu kommen. „Es obliegt nun meinem Nachfolger, dieses reich bestellte Feld weiter zu beackern“, sagte er und meinte damit, die zahlreichen Projekte, die er in seiner Amtszeit angestoßen hatte und deren Vollendung er nun nicht mehr als Bürgermeister erleben wird. Die Enttäuschung über das Ergebnis war ihm anzusehen. Die Wahlbeteiligung von etwa 52 Prozent nannte er „enttäuschend“. „Es geht um unsere schöne Stadt, sie hat verdient, dass man sich durch die Abgabe der Stimme beteiligt“, fügte er hinzu.

Grafik zur Stimmenverteilung bei der Bürgermeisterwahl in Hann. Münden.

Olaf Lieberum, parteiloser Bewerber auf das Bürgermeisteramt, antwortete auf die Frage, wie zufrieden er mit seinem Ergebnis sei, wie folgt: „Aus dem Stand heraus, ohne Partei, gut zweistellig zu bekommen, freut mich. Ich bin zufrieden.“ Er hat den Ausgang der Wahl zu Hause im Kreise seiner Familie verfolgt, gegen 21 Uhr kam er in das Rathaus. (Kim Henneking/Thomas Schlenz/Jens Döll/Ekkehard Maaß)

Alle Ergebnisse der Kommunalwahl Niedersachsen gibt es hier und die Ergebnisse der Kommunalwahl Göttingen haben wir hier im Überblick.

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