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Auf Diebestour in Münden: Amtsgericht verurteilt 52-Jährigen zu fast fünf Jahren Haft

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Von: Ekkehard Maass

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Statue Justitia
Wegen mehrere Vergehen wurde ein Mündener zu fast fünf Jahren Haft verurteilt. (Symbolbild) ©  Foto: Peter Steffen/dpa Bildfunk

Das Amtsgericht in Hann. Münden verurteilt einen 52-Jährigen zu fast fünf Jahren Haft. Er beging zahlreiche Diebstähle und Betrügereien, um sich Geld für Drogen zu beschaffen.

Hann. Münden – Um sich Geld für Drogen zu beschaffen, hat ein 52-jähriger Mündener zahlreiche Diebstähle und Betrügereien mit gestohlenen EC-Karten begangen. Tatort war vor allem Hann. Münden, aber auch in Göttingen war der heroinabhängige Mann auf Diebestour. Jetzt hat ihn das Amtsgericht Hann. Münden zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt vier Jahren und neun Monaten verurteilt.

Hann. Münden: Mann auf Diebstour in Münden und Göttingen

Das ergibt sich aus den beiden Gesamtstrafen, mit denen das Gericht die 22 Taten ahndete, für die sich der Mann verantworten musste. Wie Matthias Thielbeer, Direktor des Amtsgerichts Hann. Münden, weiter mitteilte, hat es zudem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet. Mit dem Urteil endete ein Verfahren, für das acht Verhandlungstage angesetzt waren und in dem über 40 Zeugen vernommen wurden.

Für den 52-Jährigen war es nach Angaben Thielbeers nicht das erste Verfahren und auch nicht die erste Haftstrafe, zu der er verurteilt wurde. Der gelernte Krankenpfleger, der mittlerweile wegen eines Rückenleidens Frührente bezieht, hat schon mehrfach vor Gericht gestanden und bereits mehrere Haftstrafen hinter sich. So verbüßte er während des Mündener Verfahrens eine Freiheitsstrafe, die das Amtsgericht Kassel verhängt hatte. Die jüngsten Taten hatte der Mann zwischen Mai 2019 und Februar 2022 begangen. Dabei ging es um größere, aber auch um kleinere Summen.

Der Mann, so Thielbeer, sei immer nach dem gleichen Muster vorgegangen. Er sei nie eingebrochen, sondern habe offene Eingänge genutzt. Ziele seien unter anderem Geschäfte, Praxen und Lokale gewesen, in denen er sich nach Beute umsah. Wurde er angesprochen, habe er sich als Kunde, Bote oder Lieferant ausgegeben.

Hann. Münden: Nicht das erste Verfahren gegen den Beschuldigten

So fielen ihm Geldbörsen in die Hände, EC-Karten mit Pin-Nummern, in einer Wohnung stieß er im Schlafzimmer sogar auf drei Sparbücher mit einem Gesamtwert von rund 35 000 Euro. Der Wohnungsbesitzer war in den Keller gegangen und hatte die Wohnungsschlüssel außen stecken lassen. Das nutzte der Angeklagte. Allerdings kam er mit seiner Beute nicht weit. Der Wohnungsbesitzer überraschte ihn und rief die Polizei. Dass der 52-Jährige nicht versuchte, zu fliehen und auch nicht gewalttätig geworden sei, sei typisch für ihn, so Thielbeer. Es sei ihm egal gewesen, erwischt zu werden. Zudem habe er bei seinen Taten oft starke Entzugserscheinungen gehabt. (Ekkehard Maaß)

Ein aufsehenerregender Fall gab es vor Gericht in Hann. Münden. Es ging um angebliche Körperverletzung und Widersprüche. Ein Mann aus dem Altkreis Münden wurde wegen Onlinebetrügereien zu einer Haftstrafe verurteilt.

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