1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Gießbert und Irmhild Beuermann feiern Diamantene Hochzeit

Erstellt:

Von: Jens Döll

Kommentare

1962 im Schneetreiben geheiratet: Irmhild und Gießbert Beuermann feiern heute Diamantene Hochzeit.
1962 im Schneetreiben geheiratet: Irmhild und Gießbert Beuermann feiern heute Diamantene Hochzeit. © Jens Döll

60 Jahre eine glückliche Ehe führen. Gar nicht mal so leicht. Irmhild und Gießbert Beuermann aus Mielenhausen (Hann. Münden) haben es gschafft. Ihr Rezept: Humor

Mielenhausen – Am Tag der Hochzeit, dem 16. März 1962, lag Schnee in Bühren. Irmhild und Gießbert Beuermann erinnern sich noch gut an diesen Tag. Heute, 60 Jahre später, feiern die beiden ihre Diamantene Hochzeit im Kreise ihrer großen Familie. Viel hat sich seitdem getan.

„Wir haben bei null angefangen“, berichtet das Ehepaar im Wohnzimmer ihres Hauses in Mielenhausen. Viel mussten sie sich erarbeiten, aber natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz: Urlaube, Ausflüge, ein Ferienhaus in Spanien und wilde Feiern im Partyraum.

Hann. Münden: Hochzeit im Jahr 1962 im Schneetreiben

Auf einer Party, oder wie man damals sagte, auf einer Feier, lernten beide sich kennen. Gießbert (heute 83) musste seinen Vater zu einem Freund nach Bühren fahren, dort traf er dann Irmhild (heute 78). „Wir haben uns dort kennengelernt, es war sehr schön“, berichtet Gießbert Beuermann. Sie kamen sich näher und wurden ein Paar.

Er, der gebürtige Mielenhäuser, war zu diesem Zeitpunkt 22, sie war 16. Als Irmhild 18 wurde, heirateten sie. „Wir feierten eine Woche lang, es kamen jeden Tag andere Gäste“, berichtet der 83-Jährige. „Das war gemein: Die Gäste waren jeden Tag wieder frisch und wir erschöpft“, sagt er und lacht.

Die ersten sechs Jahre wohnten sie in Scheden, dann wurde in Mielenhausen gebaut. Viel Eigenleistung und Anpacken war nötig. Gießbert Beuermann, gelernter Maurer, hatte mehrere Berufe. So fuhr er für eine zoologische Großhandlung Produkte zu den Kunden. Später wurde er dann Vertreter für Putze und Farben. „Ich hatte abends mein Bewerbungsgespräch in Kassel, musste aber vorher eine Tour nach Bremen fahren“, berichtet er. Dann, bei Walsrode im Heidekreis, blieb der Transporter liegen. Mit dem Zug schaffte er es nach Göttingen, Irmhild sammelte ihn mit dem Auto ein.

Viel Arbeit, aber auch viel Spaß

Die Mühe lohnte sich. „Er war immer einer der drei Toppvertreter in der Firma“, berichtet Irmhild Beuermann. Als Belohnung winkten Reisen und Boni. „Das war eine stressige Zeit“, erzählt der Ehemann. Die Ehefrau, gelernte Friseurin, arbeitete lange Zeit bei der Post. In dem Haus befand sich die Mielenhäuser Poststelle, die Irmhild Beuermann führte. Nebenbei war Gießbert Beuermann noch in der Landwirtschaft tätig, mit seinen Landmaschinen war er in der Gemeinde Staufenberg, in Bördel und Bühren unterwegs. Die drei Töchter wurden jeweils im Abstand von drei Jahren geboren: Sabine 1962, Anja 1965 und Beate 1968. Über die Jahre kamen dann viele Enkel dazu. 1989 kam der erste Enkel, 1990 die erste Enkeltochter. 1992 kam dann von allen drei Töchtern jeweils ein Enkelkind. Im März, April und Oktober.

Mittlerweile haben sie zehn Enkelkinder, sieben Jungs und drei Mädchen. Dazu kommen auch fünf Urenkel. Somit gab es immer große Familientreffen bei den Beuermanns, auch im extra eingerichteten Partyraum. „Die Enkel konnten immer kommen, auch mehrere auf einmal“, berichtet Tochter Beate. Die Feier zur Diamantenen Hochzeit organisieren, wie schon vor zehn Jahren die Goldene Hochzeit, die Kinder. „Die Zeit ist schnell rumgegangen“, sagen die Eheleute.

Neben Kindern und Arbeit hatten auch das Vereinsleben und die Politik noch Platz. Gießbert gehörte zu den Mitbegründern des Tischtennisvereins TTSV Mielenhausen, zudem war er in der Ortspolitik aktiv. Ob es ein Rezept für eine so lange, glückliche Ehe gibt? „Krieg und Frieden“, sagen die Eheleute und man merkt, Humor scheint ein wichtiger Faktor zu sein. (Jens Döll)

Auch interessant

Kommentare