„Liebeslied an das Leben“

Hann. Münden: Gloria Blau singt in der Evangelisch-reformierten Kirche

Lieder über Trauer, aber auch über Freude: Gloria Blau sang in Hann. Münden. Die Sängerin begleitet sich selbst auf dem Klavier.
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Lieder über Trauer, aber auch über Freude: Gloria Blau sang in Hann. Münden. Die Sängerin begleitet sich selbst auf dem Klavier.

Lieder über Trauer, Verlust aber auch Freude und Feiern. Das bot Sängerin Gloria Blau in Hann. Münden. Der Erlös geht an das AWO-Hospiz.

Hann. Münden – „Vom Ohr direkt ins Herz“, so kündigte Jutta Nickel die junge, in Berlin lebende Sängerin Gloria Blau an, als sie in der Evangelisch-reformierten Kirche an der Burgstraße ein Benefizkonzert zugunsten des Mündener AWO-Hospizes am Vogelsang gab. Rund 40 Gäste verfolgten das stimmungsvolle Konzert, alle mit Maske vor Nase und Mund.

Hann. Münden: Sängerin aus Berlin zu Besuch

Der Reinerlös des Konzerts ist für das nächste große Projekt des Hospizes bestimmt, sagt Jutta Nickel. Es soll weiterer Raum im Hospiz geschaffen werden, um den Gästen und ihren Angehörigen ein Stück mehr Privatsphäre bieten zu können. Geschätzte Kosten rund 280 000 Euro.

Nach diesem Hinweis auf die nächste Veranstaltung bewies Gloria Blau, dass sie mit ihren selbst geschriebenen Texten und Melodien tatsächlich ins Herz trifft. So zum Beispiel mit ihrem derzeitigen Favoriten „Mein dritter Sommer“, dass sie erst im Juli des Jahres veröffentlicht hat und bei ihren Fans zu begeisterten Reaktionen geführt hat. Sie sagt, es sei „ein Liebeslied an das Leben, an den Schmerz und das Vermissen“. Dahinter steckt die Geschichte um ihren älteren Bruder, der an Krebs gestorben ist, die Verarbeitung ihrer Trauer und der Blick nach vorne. „Zuversichtliche Töne“, nennt sie es.

Bruder von Gloria starb - Musik half ihr

Über das Schicksal ihres Bruders kam auch die Verbindung mit Hann. Münden zustande. Ihr Bruder hatte mit der Tochter von Jutta Nickel zusammen in Lübeck Medizin studiert. Bei einer Examensfeier lernten sich Gloria Blau und Jutta Nickel kennen. Sie freundeten sich an und jetzt gab es das Benefizkonzert. Gloria heißt die junge, aus Bruchsal bei Karlsruhe stammende, Sängerin tatsächlich, Blau ist jedoch ihr Künstlername. „Mein eigentlicher Nachname Gogröf eignen sich nicht so dafür.“ Die Anregung für ihr Alias fand sie bei Georg Kreisler, dem österreichischen Altmeister des surreal-makabren Humors. „Sein Lied „Heute Abend: Lola Blau“ hat mich dazu inspiriert.“ Das Allroundtalent, das sich selbst am Klavier begleitete und auch Saxophon spielt, nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer im besten Sinne „gefangen“, passend mit Texten zum düsteren November, aber mit dem Licht der Hoffnung.

Um weitere Senden für das Hospiz zu sammeln, findet bereits am Samstag, 11. Dezember, um 10 Uhr auf dem Kirchhof die nächste Aktion „Ein Löffel fürs Hospiz“ statt. Bei dieser Aktion, die im vergangenen Jahr ausfallen musste, werden 380 Liter Erbsensuppe mit und ohne Bockwurst verkauft, die von Sebastian Pieske aus Scheden gespendet werden. (Hans-Peter Niesen)

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