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Übergang für Schulkinder erleichtern: Kitas und Grundschule Am Wall arbeiten eng zusammen

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Von: Jens Döll

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Zusammenarbeit von Kitas und Grundschule: Lehrerin Liane Ketelhot (von links), Elke Hofmann (Projektmitarbeiterin), Nadine Hinze (Schulleiterin), Margarete Koch (Leiterin Kita Wilhelmstraße) sowie die Kinder des Schulkindergartens der Grundschule Am Wall.
Zusammenarbeit von Kitas und Grundschule: Lehrerin Liane Ketelhot (von links), Elke Hofmann (Projektmitarbeiterin), Nadine Hinze (Schulleiterin), Margarete Koch (Leiterin Kita Wilhelmstraße) sowie die Kinder des Schulkindergartens der Grundschule Am Wall. © jens döll

Zwischen den Kitas in Hann. Münden und der Grundschule Am Wall besteht eine enge Zusammenarbeit. Das soll vor allem den angehenden Schulkindern dabei helfen, den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule gut und möglichst ohne Probleme zu meistern.

Hann. Münden – Ein großer Übergang für Kinder ist der Wechsel vom Kindergarten in die Grundschule. Um diesen zu erleichtern und Fähigkeiten der Kinder zu schulen, arbeitet die Grundschule Am Wall in Hann. Münden eng mit der AWO-Kita Wilhelmstraße und der AWO-Kita am Schloss, beide in Hann. Münden, zusammen. Mit beiden Kitas wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen. Mit der AWO-Kita Wilhelmstraße konnte darüber hinaus über die Richtlinie „Die Brücke“ des Landes Niedersachsen eine Vereinbarung geschlossen werden. Mit dieser werden

„Vorhaben zur Unterstützung und Begleitung des Übergangs von der Kindertagesbetreuung in die Grundschule unter Berücksichtigung der individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen von Kindern gefördert“, heißt es vom Land. Beiden Kitas wurde ermöglicht, dass die Kinder, die auf die Grundschule am Wall wechseln, einmal in der Woche den Unterricht bei Lehrerin Liane Ketelhot besuchen.

Sie leitet die Klasse des Schulkindergartens, in dem Kinder sind, die zwar die Schule besuchen müssen, aber noch nicht schulfähig sind. In anderen Bundesländern nennt man diesen Zweig der Grundschule Vorschule. In der Kita Wilhelmstraße und in der Grundschule arbeitet Elke Hofmann als Projektmitarbeiterin.

„Defizite abklären und Kinder gezielt fördern“

Ihre Stelle wird aus Projektmitteln „Richtlinie Die Brücke“ finanziert, sie koordiniert die Arbeit. In der AWO-Kita Schloss leitet Seyda Derebasi die Kooperation. „Wir können so im Vorfeld Defizite abklären und die Kinder gezielt fördern“, berichtet Schulleiterin Nadine Hinze.

„Es geht um Chancengleichheit“, stimmt ihr Margarete Koch, Leiterin der Kita Wilhelmstraße, zu. Die Schule habe einen besonderen Einzugsbereich, die Altstadt von Hann. Münden. Bei ihren Schulbesuchen nehmen die Kita-Kinder am Unterricht teil, und man zeigt ihnen, „wie Schule funktioniert“. Ziel sei es, den Kindern Sicherheit zu geben und Ängste zu nehmen. Auch sei wichtig, zu ermitteln, welche Vorläuferfähigkeiten ein Kind hat. So wird gemeinsam das Zählen und Erfassen von Mengen geübt. Der Sprachstand wird ermittelt, Defizite ausgeglichen und Förderbedarf aufgezeigt.

Auch eine Spieleausleihe wurde in der AWO-Kita Wilhelmstraße eingerichtet, so können die angehenden Schüler ihre Fähigkeiten spielerisch verbessern. „Die Kinder leihen gut aus“, berichtet Koch. „Wir zeigen ihnen auch den Ablauf. Zum Beispiel: Was sind Pausen?“. Von der Kita-Wilhelmsstraße nehmen sechs Kinder mit großer Begeisterung an dem Programm teil, von der am Schloss vier. Man habe sich mit „Bauchschmerzen“ dazu entschieden, ausschließlich die Kinder daran teilnehmen zu lassen, die dann auch die Grundschule Am Wall besuchen.

Elternberatung durch Kitas und Grundschule

Zudem beraten Kita und Grundschule dann gemeinsam die Eltern. Den Eltern soll so geholfen werden und Sicherheit vermittelt werden. „Wir ziehen alle am selben Strang und wollen das Beste für die Kinder“, berichten Hinze und Koch zusammen. Bevor das Projekt starten konnte, mussten Konzepte erstellt werden.

Die Förderung ist ausgelaufen, Kitas und Schule „machen im nächsten Schuljahr aus eigener Kraft weiter“. Es gibt noch viele neue Ideen umzusetzen und Aufgaben zu bewältigen.

Über Sponsoren, die die Zusammenarbeit weiter unterstützen, würden sich die beteiligten Einrichtungen freuen, so die Verantwortlichen. Wer Interesse habe, könne sich via Mail an kita.hann.muenden@awo-juki.de wenden.

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