30 Jahre für die Sicherheit

Harry Hoege ist seit 1991 Sicherheitsbeauftragter der Stadt Hann. Münden

Harry Hoege, Sicherheitsbeauftragter der Stadt Hann. Münden, überprüft ein Atemschutzgerät der Feuerwehr.
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Auf dem Bild überprüft Harry Hoege, ob die Gerätschaften, hier die Atemschutzgeräte, vorschriftsmäßig auf dem Feuerwehr-Fahrzeug gesichert sind.

Seit drei Jahrzehnten ist Harry Hoege der Stadtsicherheitsbeauftragter von Hann. Münden. Das ahnte er damals, 1991, noch nicht.

Hann. Münden – Als Feuerwehrmann Harry Hoege im Juni 1991 auf der Stadtkommandositzung der Stadt Hann. Münden zum ersten Mal für drei Jahre zum Stadtsicherheitsbeauftragten gewählt wurde, ahnte er noch nicht, dass daraus drei Jahrzehnte und mehr werden würden. Turnusmäßig wurde er bis heute, alle drei Jahre wieder gewählt. Übernommen hat er das Ehrenamt damals von Ulrich Körner, der Ortsbrandmeister der Mündener Wehr wurde.

Hann. Münden: Sicherheit im Dienste der Feuerwehr

Doch was sind überhaupt die Aufgaben eines Stadtsicherheitsbeauftragten? Es geht in erster Linie um die Sicherheit im Feuerwehrdienst. Ziel ist es, alle möglichen Risiken schon im Vorfeld auszuschalten, damit es gar nicht erst zu einem Unfall kommt. Sicherheitsbeauftragte der Feuerwehren haben im Rahmen ihrer fachlichen Kompetenzen beratende Funktion und sind vor Ort Ansprechpartner für die Feuerwehrangehörigen, die Führungskräfte und die Ortssicherheitsbeauftragten.

„Gefährdungen zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken, beziehungsweise sie erst gar nicht entstehen zu lassen, ist einfacher gesagt als es in der Praxis umzusetzen ist“, berichtet Hoege. Ein fortlaufender kontinuierlicher Prozess, der nicht leicht umsetzbar sei und einen vor immer neue Herausforderungen stelle. Als Beispiel nennt er, dass darauf geachtet werden muss, dass die Feuerwehrleute nicht aus dem Fahrzeug springen, sondern die Stufen benutzen. Klappt das nicht, gibt es eine Ermahnung. Und es ist wichtig, den Feuerwehrleuten zu vermitteln, dass die Geräte auf den Fahrzeugen gesichert werden müssen.

Überprüfung von Schutzausrüchtung

Außerdem liegt es beim Sicherheitsbeauftragten, sich vom Vorhandensein und der technischen Funktionsfähigkeit von Schutzeinrichtungen zu überzeugen sowie die Schutzausrüstungen zu überprüfen und auf deren Benutzung zu achten. Im Bereich Feuerwehrhäuser, Fahrzeuge und Geräte muss Hoege auf den sicherheitstechnischen Zustand achten und feststellen, ob die Geräte in den vorgeschriebenen Zeitabständen geprüft werden. „Ohne fundiertes theoretisches und praktisches Wissen geht da nichts“, betont Harry Hoege. Denn auch Feuerwehrangehörige machen im Dienstbetrieb, bei Übungen und im Einsatz Fehler, die zu Unfällen führen können. Es sei notwendig sich mit Gesetzen, Unfallverhütungsvorschriften, Betriebsanweisungen, fachlichen Empfehlungen auf dem Laufenden zu halten, denn Sicherheit sei kein Selbstläufer.

Ehrenamt: Es erfordere eine gute Beobachtungsgabe und Überzeugungsvermögen

Deshalb stehe er auch in ständigem Kontakt mit den einzelnen Sicherheitsbeauftragten der Ortswehren. Unterweisungen und Schulungen der Feuerwehrangehörigen in Theorie und Praxis gehören folglich auch dazu. Ohne die Akzeptanz bei den Kameradinnen, Kameraden und den Führungskräften sei die Aufgabe nicht zu bewältigen. Es erfordere eine gute Beobachtungsgabe und Überzeugungsvermögen, hohes Engagement, ein gewisses Maß an Sozialkompetenz und in jedem Fall Teamfähigkeit. „Ohne die jahrzehntelange Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen, würde ich das Ehrenamt nicht so lange wahrnehmen“, so Hoege.

Durch seine Erfahrung und seine fachliche Kompetenz in seinen Zuständigkeitsbereichen ist Hoege geschätzt. So hat er die längste Dienstzeit aller Gemeinde- und Stadtsicherheitsbeauftragten im Landkreis Göttingen erreicht. (Petra Siebert)

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