Gartenparadiese

Hann. Münden: Herbert Fürst pflanzt Kräuter und Johannisbeeren

Herbert Fürst zeigt sein kleines Kräuter-Beet. In diesem wächst zum Beispiel Salbei.
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Herbert Fürst zeigt sein kleines Kräuter-Beet. In diesem wächst zum Beispiel Salbei.

Besonders seit der Coronakrise steht der eigene Garten wieder hoch im Kurs. Wir stellen einige der schönsten Gartenparadiese vor. Heute: der Garten von Herbert Fürst.

Hann. Münden – Herbert Fürst geht durch seinen kleinen Garten in der Reihenhaussiedlung und zupft ein Blatt von einer Pflanze. „Davon esse ich jeden Tag ein Blatt oder mache es mir in den Salat“, sagt der Rentner.

Bei dem Gewächs handelt es sich um Kraut der Unsterblichkeit, eine Pflanze, die aus China stammt und auch Jiaogulan genannt wird. Das Kraut wuchert stark und ist ein Staudengewächs, zudem soll es gegen alle möglichen Gebrechen helfen.

Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, er erinnert an Lakritze, die Note im Nachgeschmack ist leicht nussig „Es schmeckt nicht jedem“, sagt Fürst, dessen Garten am Lerchenstieg etwa 160 Quadratmeter plus Vorgarten umfasst.

Neben dem Kraut der Unsterblichkeit hat er noch zahlreiches, anders Essbares angepflanzt.

Kraut der Unsterblichkeit im Vorgarten.

Er zeigt einen Apfelbaum, etwas über zwei Meter hoch. „Von dem habe ich Äpfel bis in den tiefen Winter hinein“, berichtet der 76-Jährige. Er bekomme „so drei, vier Kisten Äpfel zusammen“.

Zudem hat er ein Hochbeet, das er zusammen mit seinem Sohn aus Hannover neu gebaut hat. Dort pflanzt er viele Salatsorten und auch Radieschen an. „Man darf das nicht als Arbeit sehen“, sagt der passionierte Radfahrer. „Gartenarbeit muss man gerne machen.“

Beerenstrauch vom Discounter großgezogen

Hinzu kommen noch Kirschen, verschiedene Beerensorten, selbstgezüchtete Tomaten und Kräuter. Stolz ist er auf einen Strauch Roter Johannisbeeren. Diese habe er für 1,99 Euro bei einem Discounter gekauft und dann aufgepäppelt.

Klein aber vielseitig: Herbert Fürst pflanzt in seinem Garten am Lerchenstieg in Hann. Münden viele Sorten Pflanzen an. Dabei sind auch ungewöhnliche Gewächse, wie das Kraut der Unsterblichkeit.

Es ist ein buntes Sammelsurium, welches er auf dem begrenzten Platz zusammengetragen habe. Ein Bekannter an der hessisch-thüringischen Grenze gebe ihm regelmäßig Pflanzen mit. „Ich weiß manchmal selbst gar nicht, was das dann alles ist.“ Auch von seinen ausgedehnten Radtouren bringt Fürst immer mal wieder Ableger mit, sodass in seinem Garten die verschiedensten Pflanzenarten zu finden sind.

Pech hatte er mit einem Teil seiner Kletterrosen, diese sind ihm während des Frosteinbruchs im Februar erfroren. Er habe sie schon mit Neuen ersetzt. „In zwei Wochen blüht hier alles“, sagt Herbert Fürst. So zum Beispiel der Sommerflieder, der momentan noch komplett grün ist.

„Den habe ich selbst gezüchtet“, sagt er und zeigt auf die Pflanzen, die überall verteilt im Garten stehen. Seine Wiese ist akkurat gestutzt, Unkraut zupfe er regelmäßig. „Ich habe es gerne ordentlich und mag es nicht so ganz wild“, sagt er dazu. Den Rasenschnitt kompostiert er.

Bis vor wenigen Jahren habe er noch den Garten seiner Mutter in Hermannshagen gepflegt, dies seien 2000 Quadratmeter gewesen. (Jens Döll)

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