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Forstbotanischer Garten: Neue Schilder weisen auf seltene Bäume hin

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Von: Michael Cebula

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Neue Beschilderung durch den Freundeskreis: (von links) Ute Fellenberg, Sabine Steinhoff, Marco Brandau, Fritz Fehrensen und Dr. Anne Hafer.
Neue Beschilderung durch den Freundeskreis: (von links) Ute Fellenberg, Sabine Steinhoff, Marco Brandau, Fritz Fehrensen und Dr. Anne Hafer. © Michael Cebula

Der Forstbotansiche Garten in Hann. Münden wird immer weiter aufgewertet. Schilder mit QR-Code sollen die seltenen Pflanzen anzeigen und über sie aufklären.

Hann. Münden – „Ich freue mich, dass nun ein Anfang mit 30 festmontierten Schildern gelungen ist. Das war eine große Gemeinschaftsleistung“, sagt Ute Fellenberg, Gründungsmitglied des Freundeskreises Forstbotanischer Garten Münden. Der Forstbotantische Garten in Hann. Münden und seine seltenen Bäume sind jetzt mit Schildern versehen, die Besucher über Herkunft und Biologie der Gewächse informieren.

Hann. Münden: QR-Code weist auf die Pflanzen hin

Jedes Schild beinhaltet zudem einen QR-Code, der mit Hilfe eines Smartphones eingescannt werden kann, womit weiterführende Informationen über die Pflanzen abgerufen werden können.

Darüber hinaus wurden die Hauptwege neu geschottert, um den Garten „stückweise barrierefrei zu gestalten“, schildert Fellenberg. Zudem habe Volker Meng, Leiter des Forstbotanischen Gartens in Göttingen, zwölf besondere Nadelbäume zur Verfügung gestellt, die in dem Mündener Forstbotanischen Garten eingepflanzt werden konnten.

Der Inhalt der Beschilderung wurde „maßgeblich durch Ute Fellenberg gestaltet“, berichtet Sabine Steinhoff, Leiterin des Forstamtes Münden der Niedersächsichen Landesforsten, zu dem der Garten gehört. Unterstützt wurde Fellenberg hierbei durch Volker Meng.

Einge der stärksten Bäume in Hann. Münden

„Der Forstbotantische Garten besitzt Bundes-Champion-Trees, die als stärkste Bäume einer Art in ihrem Bundesland gelten. Das ist einzigartig und es wäre schade gewesen, diese nicht mit Schildern hervorzuheben, um darzustellen, welch seltene Gewächse Hann. Münden hat.“ Initiiert hatte dieses Projekt Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst, Vorgänger von Forstamtsleiterin Sabine Steinhoff.

2021 wurde der Freundeskreis Forstbotanischer Garten Münden von Ute Fellenberg und Dr. Anne Hafer gegründet, um diesen herzurichten. Sponsor Fritz Fehrensen und seiner Firma Exor Trading GmbH sei es ein wichtiges Anliegen gewesen, dieses Vorhaben finanziell zu unterstützen. Durch diese Mittel konnte Revierförster Marco Brandau die Göttinger Werkstätten beauftragen, die Schilder zu produzieren.

Leider habe der Forstbotanische Garten immer wieder mit Rückschlägen durch Vandalismus zu kämpfen, erst kürzlich sei ein neu angepflanzter Nadelbaum herausgerissen worden. Der Freundeskreis bittet, Hinweise für möglichen Vandalismus der Polizei zu melden, um den Forstbotanischen Garten und die Arbeit dort zu schützen.

Rundgang am 23.10.2022 durch den Forstbotanischen Garten

Am Sonntag, 23. 10.2022, findet unter der Leitung von Ute Fellenberg die Führung „Buntes Laub und harte Nüsse, Herbstzauber im Forstbotanischen Garten“ statt. Von 14 bis 16 Uhr werden hier die Gewächse als auch die neue Beschilderung begutachtet. Anmeldung in der Touristinformation Hann. Münden oder spontan vor Beginn der Führung. (Michael Cebula)

1870 als Teil der Königlich Preußischen Forstakademie eröffnet

Der Forstbotanische Garten wurde 1870 als erste Einrichtung der 1886 in Hann. Münden gegründeten Königlich Preußischen Forstakademie eröffnet. 1922 wurde die Akademie in eine Forstliche Hochschule umgewandelt. 1939 folgte die Angliederung an die Georg-August-Universität Göttingen, aber der Standort in Münden blieb erhalten. Im Wintersemester 1970 wurde er dann nach Göttingen verlegt. Das Bauwerk in den Wallanlagen verfiel und wurde abgerissen. Geblieben ist der Forstbotanische Garten, auch wenn er heute deutlich kleiner ist als bei seiner Gründung. Zweimal musste er Flächen abgeben. An der Stelle der Akademie in den Wallanlagen befindet sich heute ein Kinderspielplatz. Der Garten gehört zum Forstamt Münden der Niedersächsischen Landesforsten. Er hat eine Fläche von 2,87 Hektar und beherbergt seltene Sträucher und Bäume.

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