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Hann. Münden: Hessen kommen an Fronleichnam zum Shoppen und Reisen

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Von: Amir Selim, Jens Döll

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Einkaufen am Feiertag: Auch in der Langen Straße waren viele Leute, darunter viele zugereiste Menschen, da.
Einkaufen am Feiertag: Auch in der Langen Straße waren viele Leute, darunter viele zugereiste Menschen, da. © Amir Selim

Die Mündener Innenstadt am Feiertag. Zahlreiche Besucher kommen nach Hann. Münden. Hintergrund: In Hessen ist Fronleichnam ein Feiertag, in Niedersachsen nicht.

Hann. Münden – Kinderlachen und allerlei Sprachen sind zu hören. Dabei läuft viel Musik und noch mehr Menschen sind unterwegs. Die Mündener Innenstadt war gestern gut besucht. Traditionell ist das an Fronleichnam der Fall.

Einiges los in der Hann. Mündener Innenstadt: Aufgrund des Feiertags Fronleichnam waren viele Menschen in der Stadt unterwegs, wie hier am Kirchplatz.
Einiges los in der Hann. Mündener Innenstadt: Aufgrund des Feiertags Fronleichnam waren viele Menschen in der Stadt unterwegs, wie hier am Kirchplatz. © Amir Selim

Dann ist in angrenzenden Bundesländern wie Hessen und Nordrhein-Westfalen Feiertag. In Niedersachsen jedoch nicht. Zudem sind erstmals seit Beginn der Pandemie dieses Jahr nahezu sämtliche Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben. Deshalb haben wir uns in Hann. Münden umgeschaut und berichten, was dort los war:

Bahnhof Hann. Münden: 9-Euro-Ticket wird genutzt

Das große Drängeln und Schubsen blieb am Bahnhof Hann. Münden aus. Viele der Angereisten hatten ihr Rad dabei. „Wir wollen in fünf Tagen den Weserradweg fahren“, berichten Wolfgang, Christoph und Pit. Sie kommen aus dem hessischen Bad Homburg bei Frankfurt am Main.

Drängeln und Schieben fiel aus am Bahnhof Hann. Münden. Zahlreiche Zugfahrer hatten an Fronleichnam ihr Fahrrad dabei.
Drängeln und Schieben fiel aus am Bahnhof Hann. Münden. Zahlreiche Zugfahrer hatten an Fronleichnam ihr Fahrrad dabei. © Jens Döll

Hinter ihnen liegt eine anstrengende Fahrt, berichten die Männer. Ihr ICE fiel aus, in einem anderen Schnellzug konnten sie die Fahrräder nicht transportieren. Ihr erstes Tagesziel war Höxter. „Wir starten mit zwei Stunden Verspätung, aber es wird eine schöne Tour.“

Innenstadt: Kleiner Markt und volle Geschäfte

In der Innenstadt herrschte ebenfalls nur stellenweise großer Trubel. Die Plätze im Freien bei den Gastronomien, egal ob beim Café, beim Bäcker oder bei Restaurants, waren teilweise besetzt. Gefragter waren die verschiedenen Essensstände und -buden: Dort mussten die Leute oftmals in Schlangen warten.

Die ersten Besucher sitzen schon: Das Dielengrabenfest am Werraufer eröffnete gegen 16 Uhr.
Die ersten Besucher sitzen schon: Das Dielengrabenfest am Werraufer eröffnete gegen 16 Uhr. © Jens Döll

Neben den kulinarischen Angeboten fanden sich gleich mehrere Musiker ein. Ein Mann mit seiner Drehorgel unterhielt sowohl junge als auch alte Menschen mit bekannten und klar erkennbaren Songs. Viele Zugereiste kommen auch wegen der offenen Geschäfte nach Niedersachsen. Dementsprechend waren viele Menschen mit zahlreichen Tüten und Taschen im Schlepptau zu sehen.

Kleiner Markt an der St.-Blasius-Kriche in Münden. Noch herrscht am Kinderkarussell die Ruhe vor dem Sturm.
Kleiner Markt an der St.-Blasius-Kriche in Münden. Noch herrscht am Kinderkarussell die Ruhe vor dem Sturm. © Jens Döll

Eine Menge war um 12 Uhr beim Glockenspiel am Mündener Rathaus los. Dort waren auch Ingo und Heidi dabei. Beide sind mit dem Auto von Leipzig nach Hann. Münden gekommen und fahren dann mit dem Rad weiter. „Bis an die Weser“, sagt Ingo. Heute würden sie den ganzen Tag in der Stadt bleibt. „Es gefällt uns sehr gut“, sagt Heidi. Außerdem ging am Werraufer um 16 Uhr das Dielengrabenfest los.

Auf dem Platz bei der St.-Blasius-Kirche hatte Hann. Münden Marketing (HMM) einen kleinen Markt aufgebaut. Ein Karussell lockte die Kinder, an anderen Ständen gab es Essen und Trinken. Fischbrötchen oder Crêpes beispielsweise. Die Stände wurden von HMM im Zuge von „Feiertagsshopping in Hann. Münden“ aufgebaut.

Parken: Tanzwerder und Hinter der Blume voll

Voll war es auf dem Tanzwerder. Umso mehr die Zeit auf den Mittag zuschritt, desto weniger Parkplätze waren frei. Auch auf der größeren Parkfläche Hinter der Blume im Stadtteil Blume wurde es eng. Wie auf dem Tanzwerder waren dort viele Autos mit hesschischen Kennzeichen. KS, HOG und WOH (alle drei Kreis Kassel), ESW und WIZ (Werra-Meißner-Kreis), aber aber auch WI (Wiesbaden) und F (Frankfurt) waren zu sehen. Die restlichen Parkplätze im Stadtgebiet waren auch gut belegt.

Auch einige Besucher aus dem thüringischen Eichsfeld-Kreis reisten an. Anders als im Rest Thüringens, ist Fronleichnam im katholisch geprägten Eichsfeld ein Feiertag. Dieser gilt im gesamten Landkreis Eichsfeld, den Eichsfelder Ortschaften des Unstrut-Hainich-Kreises und Teilen des Wartburgkreises. (Amir Selim/Jens Döll)

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