Gutachten fast fertig

Hann. Münden: Hoffnung für die Schleusen-Brücke am Tanzwerder

Die Verkehrsschilder (Zeichen 262 und 263) zeigen die Maximalbelastungsgrenze der Brücke über die Fuldaschleuse in Hann. Münden an. Im Hintergrund ist die Einfahrt des Campingplatzes von Familie Busch zu sehen.
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Tonnenbegrenzung: Die Schilder an der Brücke über die Fuldaschleuse zeigen die Beschränkungen an. Diese sollen nun baulich durchgesetzt werden. (Archiv)

Seit über einem Jahr steht die kleine Drehbrücke über die Fuldaschleuse im Fokus. Nun könnte sie bald nachgerüstet werden. Das ist auch die Hoffnung der Campingplatzbetreiber Busch.

Hann. Münden – In die Geschichte eines Mündener Sorgenkindes, der Drehbrücke über die Fuldaschleuse am Tanzwerder, kommt nun Bewegung. Ein Gutachten sei kurz vor dem Abschluss, informiert Henning Buchholz vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Weser, das Betreiber der Brücke ist.

Hann. Münden: Endgültiges Ergebnis steht noch aus

In diesem wird untersucht, ob und wie die Brücke ertüchtig werden kann, um sie für eine Traglast von 3,5 Tonnen zu rüsten. Momentan dürfen nur Fahrzeuge mit maximal drei Tonnen sie überfahren. Laut Buchholz stimmen sich noch Statiker und der Prüfstatiker ab. Aber es könne eine positive Prognose gegeben werden.

Die Brücke stammt aus dem Jahr 1894. Damit sei ein statisches Untersuchungsverfahren komplex, so Buchholz weiter. Das Material lasse sich schwer in Listenwerte für die Materialberechnung einteilen. Grünes Licht für die Arbeiten könne aber „wahrscheinlich“ im November gegeben werden.

Um die Brücke zu sanieren müssen Schrauben und einige Teile ausgetauscht werden und neuer Korrosionsschutz angebracht werden. „Wenn die Arbeiten dann losgehen, hoffen wir diese bis Anfang der nächsten Campingsaison abzuschließen“, so Buchholz. Das hänge natürlich von der Witterung ab.

Campingplatz Busch: Brücke großes Hindernis

Dies kommt dem Campingplatz der Familie Busch auf dem Tanzwerder zugute. Die Eheleute betreiben den Platz seit über 25 Jahren, die kleine Brücke bildet die Zufahrt. Zwar dürfen nach Infos des WSA seit jeher Fahrzeuge mit maximal drei Tonnen überqueren, doch im August 2020 wollte dies das Amt mit Barrieren durchsetzen. Das war ein Problem, wie es die Buschs schilderten, da viele moderne Fahrzeuge schwerer als drei Tonnen seien. Die Campingplatzbetreiber fürchteten, dass viele Kunden wegbleiben. Es wurden schlussendlich Poller zu beiden Seiten der Brücke angebracht. Zudem mussten Uwe und Anne Busch ihre Kunden im Voraus abfragen, ob ihre Wagen die Tonnage einhalten. Die Problematik mit der Brücke, Corona und das Wetter erschwerten der Familie Busch die Saison 2021. (Jens Döll)

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