Jagdhornbläserchor der Forstlichen Fakultät Göttingen

Hörnerecho im Niemetal: Hubertusmesse im Garten von Kloster Bursfelde

Der Jagdhornbläserchor der Forstlichen Fakultät Göttingen unter der Leitung von Andreas Buck-Gramcko spielte die Hubertusmesse.
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Der Jagdhornbläserchor der Forstlichen Fakultät Göttingen unter der Leitung von Andreas Buck-Gramcko spielte die Hubertusmesse.

Musikalisch ging es am Hubertustag im Kloster Bursfelde (Hann. Münden) zu. Es spielte der Jagdhornbläserchor der Forstlichen Fakultät Göttingen unter der Leitung von Andreas Buck-Gramcko traditionell die Hubertusmesse.

Bursfelde – Für echte Fans der klassischen Parforcehornmusik ist der Samstag nach dem jährlichen Hubertustag (3. November) ein fester Termin im Kalender: Dann nämlich spielt der Jagdhornbläserchor der Forstlichen Fakultät Göttingen unter der Leitung von Andreas Buck-Gramcko traditionell die Hubertusmesse in der Klosterkirche Bursfelde.

Im letzten Corona-Jahr fiel die Hubertusmesse in Bursfelde aus

Corona veränderte alles, 2020 musste die Messe kurzfristig abgesagt werden, nachdem die Bläserinnen und Bläser zuvor wochenlang geprobt hatten. Daher sei man umso glücklicher, so am vergangenen Samstag Pastor Klaus-Gerhard Reichenheim, Leiter des geistlichen Zentrums des Klosters Bursfelde, dass die Veranstaltung in diesem Jahr stattfinden könne.

Wenn auch in einem anderen Rahmen: Angesichts der immer noch nicht entspannten Corona-Situation entschloss man sich, in diesem Jahr in den Klostergarten auszuweichen. Statt im mächtigen Hauptraum des Kirchenschiffes, der mit Waldbäumen und Laub, Kerzen und indirekter Beleuchtung geschmückt wurde, spielten die neun Bläserinnen und drei Bläser diesmal im großen Konzertsaal der Natur: Statt Kerzen spendete die Herbstsonne ein mildes Abendlicht, die umstehenden Buchen und Platanen säumten auf natürliche Weise den Boden und statt der meterdicken Klostermauern warf das Niemetal das Echo der Parforcehörner zurück.

Kloster Bursfelde an der Weser. Zur Hubertusmesse erklangen die Jagdhörner. Das Symbolbild entstand im Frühjahr 2021.

100 Besucher fanden sich im Kloster Bursfelde ein

Die rund 100 Besucher machten es sich auf Bierbänken und Klappstühlen mit dicken Decken gemütlich, um diesen musikalischen Leckerbissen zu genießen. Wenngleich etliche freie Bänke deutlich machten, dass auch mit dem nötigen Corona-Abstand gut und gerne noch mal so viele Besucher hätten kommen können. Doch wegen der unsicheren Lage – zumal das Wetter auch hätte umschlagen können – hatte der Bläserchor in diesem Jahr bewusst weniger Werbung für die Veranstaltung gemacht. Die Parforcehörner des Jagdhornbläserchores spielten in diesem Jahr die Fassung mit liturgischen Stücken von Charles Tyndare (1858-1921), Gustave Rochard (1866-1924) und Jules Cantin (1874-1956). Die Hubertuslegende las Dr. Matthias Schulz, einer der Bläser. Die brachten sich später auch durch Wortbeiträge im Fürbittengebet ein. Pastor Reichenheim ging in seiner Predigt auf den Psalm 104 ein und spannte den Bogen – aufgehängt an den Wendepunkten des Lebens – weiter zur Hubertuslegende und zur heutigen Zeit.

Traditionell klang der Gottesdienst mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Der Mond ist aufgegangen“ nach dem Gedicht von Matthias Claudius aus, gefolgt von dem sogenannten Carillon, bei dem die Bläserinnen und Bläser mit ihren Hörnern das Ausgangsgeläut von Kirchenglocken nachspielen. Nach einem kräftigen Applaus der Besucher gab der Chor noch das Stück „La Marche des Cerfs“ als Zugabe. (Christian Mühlhausen)

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