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Zwei Bürger aus Hann. Münden berichten über private Geflügelhaltung

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Von: Petra Siebert

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Halten seit geraumer Zeit Hühner: Eleonore Dehnerdt und Martin Czichelski beobachten die neuen Tiere, die vor einigen Tagen dort eingezogen sind.
Halten seit geraumer Zeit Hühner: Eleonore Dehnerdt und Martin Czichelski beobachten die neuen Tiere, die vor einigen Tagen dort eingezogen sind. © Petra Siebert

Eleonore Dehnhardt und Martin Cziechelsk halten seit Jahren iin Hann. Münden Hühner. Nebenher lässt sich das nicht machen.

Hann. Münden – Eleonore Dehnerdt und Martin Czichelski klärten Menschen über die Hühnerhaltung auf. Die Interessierten schauten sich die Hühner in ihrem Gehege an. Dehnerdt und Czichelski versorgten die Besucher mit wertvollen Tipps, gaben Ratschläge und standen Rede und Antwort. Denn seit Jahren beschäftigen sich die zwei mit Hühnerhaltung. Schnell stellten die Besucher fest, dass Hühnerhaltung genau durchdacht und geplant werden muss. „Ich grenze mal ein Stück Garten ab, setze einige Hühner rein und habe täglich frische Eier - das geht gar nicht“, hießt es von den beiden Experten.

Kosten im Auge halten

„Wichtig ist es, die Kosten im Auge zu behalten“, betont Eleonore Dehnerdt. „Und es ist und bleibt ein Aufwand und ist nicht nebenbei zu machen“, ergänzt Martin Czichelski. Auch muss überlegt werden, wer sich während eines eventuellen Urlaubs um die Hühner kümmert.

Im Vorfeld sollte man die Nachbarn informieren, damit es nicht zu Streitigkeiten kommt, wenn die Hühner da sind. Oft ist es sinnvoller, auf einen Hahn zu verzichten.

Hühner im Freiluftgehege
Haben alle einen Namen: Hühnerhaltung ist Arbeit. Man sollte sich im Vorfeld genau informieren. © Petra Siebert

Doch zunächst müssen Stall und Gehege mit Zaun und Tür in Angriff genommen werden. Zu beachten ist dabei die angemessene Größe für die Zahl der Hühner sowie Sonne- und Schattensituation.

Tiere müssen geimpft sein

Danach muss überlegt werden, wo man die Hühner kauft. Da ist die Empfehlung von Eleonore Dehnerdt: Nur geimpftes, gut gehaltenes Geflügel kaufen. Wenn es geht, bei einem Züchter, denn dort werden die Tiere in kleinen Gruppen mit Freilauf großgezogen“. Die rollenden Geflügelwagen würden auch sehr gute Legehühner anbieten, allerdings würden sie in den meisten Fällen auf engstem Raum schnell zur Legeleistung gebracht. Von Hybridhühnern raten die beiden Fachleute ab. „Die legen sich regelrecht zu Tode und haben nach zwei Jahren oft nicht einmal mehr die Kraft um zu mausern“, so Martin Czichelski. Alle drei Monate stehen nötige Impfungen an. Wer Geflügel hält, muss die Tiere beim Veterinäramt melden und muss an die niedersächsische Tierseuchenkasse einen Beitrag leisten.

Welche Einstreu nehme ich, wie beschaffe ich Futter und was darf ein Huhn an Bioabfällen fressen? Bei richtigem Wissen und Zubereitung können Hühner sehr viel Bioabfall verwerten. Deshalb werden sie auch „kleine Schweine“ genannt.

Dann empfehlen die Beiden, sich die Frage zu stellen: Kann ich dem Tierwohl gerecht werden, bin ich in der Lage, Tiere anzufassen, zu pflegen, zu fangen? Und werde ich es später als Suppenhuhn essen wollen, oder soll es so lange bleiben dürfen, bis es stirbt? Kann, und will ich selber schlachten? „Wir haben unsere Hühner in eine Biohühnerschlachterei bei Witzenhausen gebracht. Sie wurden tierärztlich begutachtet und tierschonend und professionell geschlachtet“, berichtet Eleonore Dehnerdt. „Am Nachmittag konnten wir die Hühner eingeschweißt und gefrierfertig abholen. Im Grunde ist dies die einzig wertschätzende Art, Fleisch zu essen“.

Blacky und Schneewittchen

„Unsere Hühner haben Namen“, verrät Czichelski. „Aus dem Grund, wenn wir uns über unsere gefiederten Untermieter unterhalten und unsere Beobachtungen austauschen ist es einfacher, wenn man sie mit Namen betiteln kann wie beispielsweise Blacky, Brownie, Puschel, Schneewittchen“.

Wer Interesse an Hühnerhaltung im privaten Bereich an, kann Eleonore Dehnerdt und Martin Czichelski ansprechen. „Wir haben erfahren, wie wohltuend es ist, verantwortungsbewusst Hühner zu halten. Inzwischen sind wir mit den Hühnern ein Team geworden, das sich gegenseitig schätzt und Freude bereitet“. (Petra Siebert)

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