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Infotag an den BBS Münden klärt über Drogen auf

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Von: Hannah Köllen

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Schmeckt auch ohne Alkohol: Abdul Omar (links) bekommt einen Cocktail von Emre Demircan.
Schmeckt auch ohne Alkohol: Abdul Omar (links) bekommt einen Cocktail von Emre Demircan. © Hannah Köllen

Während der Corona-Pandemie stiegt die Zahl der Süchte. Die BSS Münden bot dazu einen Infotag mit dem Titel „Sucht und Drogen“ an.

Hann. Münden – Am Donnerstagvormittag stand an den BBS Münden der Präventionstag Sucht und Drogen an. Von Medien-, Alkohol- und Glücksspielsucht, bis zu illegalen Drogen wie Cannabis: In vier verschiedenen Workshops lernten rund 80 Schülerinnen und Schüler viel über Gründe, Gefahren und Folgen von Abhängigkeiten. „Wir wollen den Schülern nicht mit dem erhobenen Zeigefinger entgegentreten. Vielmehr ist es unser Ziel, dass die Schüler lernen, erste Anzeichen einer Sucht zu erkennen“, sagte Carsten Huber, Sprecher der BBS Münden.

Präventionstag in Hann. Münden an den BBS

In den vergangenen beiden Jahren musste der Präventionstag coronabedingt ausfallen. „Daher freuen wir uns umso mehr, dass der Präventionstag heute wieder stattfinden kann“, sagte Meike Ulbricht, stellvertretende Schulleiterin. Zumal einige Süchte während der Pandemiezeit zugenommen hätten. Vor allem die Internet- und Mediennutzung, aber auch die Teilnahme an Glücksspielen, hätten in den vergangenen beiden Jahren stark zugenommen.

Ein siebenköpfiges Team um Schulsozialpädagogin Susanne Smetan organisierte den Präventionstag. Die Verantwortlichen sicherten sich externe Dozenten für die unterschiedlichen Workshops. Eine dieser Dozenten ist Kristin Otte von der Fachstelle für Sucht- und Suchtprävention Göttingen. Sie leitete am Mittwoch den Workshop zum Thema Glücksspiel und Suchtberatung.

„Erste Kontakte mit Glücksspielen haben die meisten schon in der Jugend. Viele meiner Klienten beginnen früh mit dem Spielen“, sagte Otte. „Viele der Schüler sind noch unter 18 Jahre alt“, sagte Ulbricht. Das passe gut, da sie in diesem Alter das erste Mal mit Drogen in Kontakt kämen. Der Präventionstag richtete sich an die Schüler der Berufsfachschulen aus den Bereichen Technik, Wirtschaft und Verwaltung sowie Humandienstleistungen. Es gebe jedoch Überlegungen, den Präventionstag in der Zukunft für die gesamte Schülerschaft anzubieten.

Vor allem Sportwetten und Automatenspiele wären häufig der Einstieg in eine Glücksspielsucht, sagte Expertin Otte. In ihrem Workshop konnten die Schüler ein Glücksspiel erleben. An einer anderen Station rechneten die Schüler die Gewinnwahrscheinlichkeiten für Glücksspiele aus. Und an einer weiteren Station beschäftigten sie sich mit den Folgen einer Glücksspielsucht.

Workshops zu Glücksspiel, Alkohol und Cannabis

Die Schüler schienen Spaß zu haben, auch wenn die meisten betonten, kein großes Interesse an Glücksspielen zu haben: „Klar hat man mal Rubbellose gekauft oder einen Lottoschein ausgefüllt. Aber grundsätzlich gebe ich mein Geld lieber für etwas Sinnvolleres aus“, sagte der 19-jährige Giuseppe Crescente. Im Workshop zum Umgang mit Alkohol und anderen Drogen arbeiteten die Schüler den Unterschied zwischen legalen und illegalen Drogen heraus. „Uns geht es darum, dass die Schüler verstehen, welche Auswirkungen Alkohol und der Konsum anderer Drogen auf den Körper haben“, sagte Peter Dzimalle vom Kinder- und Jugendbüro des Landkreises Göttingen.

Im Workshop „Der Grüne Koffer“ führte Schulsozialpädagogin Susanne Smetan eine Diskussion mit den Schülern rund um Cannabis. Ein weiterer Workshop beschäftigte sich mit dem Thema Mediensucht. In den Pausen zwischen den Workshops verteilten Schüler der Berufseinstiegsschule Hauswirtschaft Cocktails an ihre Mitschüler – selbstverständlich alkoholfrei. Die Getränke waren schnell vergriffen, es schien zu schmecken, auch ganz ohne Alkohol. (Hannah Köllen)

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