Stadttauben 

Situation der Tauben in Hann. Münden nachhaltig verbessern - Mitstreiter gesucht 

Tauben in der Mündener Kirchstraße. Die Arbeitsgemeinschaft Hann. Münden des Vereins Göttinger Stadttauben sucht nach weiteren Mitstreitern, die sich für die Stadttauben in Hann. Münden engagieren möchten.
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Tauben in der Mündener Kirchstraße. Die Arbeitsgemeinschaft Hann. Münden des Vereins Göttinger Stadttauben sucht nach weiteren Mitstreitern, die sich für die Stadttauben in Hann. Münden engagieren möchten.

Viele sehen Tauben als die Ratten der Lüfte. Aber eine Initiative will diese in Hann. Münden nun schützen und retten. 

Hann. Münden – Die Arbeitsgemeinschaft Hann. Münden des Vereins Göttinger Stadttauben sucht nach weiteren Mitstreitern, die sich für die Stadttauben in Hann. Münden engagieren möchten. Das teilt der Vorsitzende Jan Mücher mit.

Stadttauben in Hann. Münden von Virus befallen 

Kurz nach der Gründung des Vereins im Januar wurden die Stadttaubenschwärme in der Mündener Innenstadt von dem Virus Paramyxovirose befallen. Der Ausbruch zwang die frisch gegründete AG Hann. Münden zum raschen Handeln. Mehrmals täglich kontrollierten die Mitglieder die Straßen der Innenstadt, um infizierte Tiere einsammeln zu können. „Einige konnten dank intensiver Pflege gerettet werden“, erzählt Evelyn Schimek, Mitglied der AG Hann. Münden.

Mündener Stadttauben starten an dem Rathaus. Die Tiere gelten für viele als Plage. Eine Initiative will die Tauben nun retten.

Damit sich die Situation der Stadttauben nachhaltig verbessert, hat die Gruppe einen möglichen Ansatz zur Umsetzung des sogenannten Integrativen Stadttaubenkonzeptes, auch Augsburger-Modell genannt, entwickelt. Hierbei werden Stadttauben in betreuten Schlägen mit artgerechter Körnernahrung ernährt, medizinisch versorgt und die Population durch den Austausch der Eier durch Gipseiern auf eine pflegekompatible Größe reduziert. Stadttauben seien, entgegen des herrschenden Vorurteils, keine Wildtiere, so die AG weiter.

Hann. Münden: Stadttauben sind auf den Menschen angewiesen 

Vielmehr handele es sich um Nachfahren von Brief- und Zuchttauben, die nicht mehr den Weg in ihre Schläge gefunden hätten. „Jährlich stranden tausende Tiere in den deutschen Städten. Sie sind somit heimatlose Haustiere. Daher sind Stadttauben auf die rudimentäre Versorgung durch den Menschen angewiesen“, erklärt der Verein. Durch die artgerechte Ernährung würde sich außerdem der Hungerkot, eine Art Dauerdurchfall, um bis zu 80 Prozent reduzieren.

Bereits einige Stadttauben in Hann. Münden gerettet 

„Es freut mich, dass wir mittlerweile auch einige Erfolge in der Pflegearbeit erleben durften“, erzählt Sylvia Engler, die sich in der AG Hann. Münden engagiert. Unter anderem habe bereits eine Taube mit einem komplizierten Flügelbruch gerettet werden können. Da die Aufgaben mit der Zeit immer mehr zunehmen und die Arbeit ausschließlich ehrenamtlich erfolgt, ist die Gruppe jetzt auf der Suche nach Unterstützung. Weitere Infos gibt es auf der Homepage goettingerstadttauben.com. 

Kontakt: 015146457052 oder goettinger-stadttauben@gmx.de.

Von Wiebke Huck 

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