Neustart nach Großbrand

Hann. Münden: Janine Büch und ihr Team frisieren nach Brand in der Altstadt in einem Friseurmobil

In diesem und einem weiteren Friseurmobil auf dem Tanzwerder werden Janine Büch (Foto) und ihr Team ab kommenden Donnerstag die Kunden bedienen.
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In diesem und einem weiteren Friseurmobil auf dem Tanzwerder werden Janine Büch (Foto) und ihr Team ab kommenden Donnerstag, 19. November, die Kunden bedienen.

Janine Büchs Geschäft in der Rosenstraße war am Freitag vor einer Woche durch den Großbrand zerstört worden. Die Friseurmeisterin hat nun eine kreative Lösung gefunden.

Hann. Münden –Die Suche nach einer schnellen Lösung war erfolgreich: Ab kommenden Donnerstag, 19. November, stehen sie und ihr elfköpfiges Team ihren Kunden vorübergehend in zwei mobilen Friseursalons auf dem Tanzwerder zur Verfügung. Bereits einen Tag vorher können die Kunden unter der gewohnten Rufnummer (05541/4449) anrufen, um neue Termine zu vereinbaren. Denn aufgrund der Umstände können die bereits geplanten Termine nicht eingehalten werden. Da hofft sie auf das Verständnis der Kunden.

Mit der Idee eines „FriseurTrucks“ hat sie sich schon seit einiger Zeit auseinandergesetzt. Denn sie wollte das Gebäude in der Rosenstraße, in dem sie ihren Friseursalon gemietet hat, kaufen und renovieren. Auch da hätte sie ihren Kunden eine Alternative geboten. „Ich war am Donnerstagabend noch in der Kreditabteilung, um die Finanzierung der Maßnahmen zu besprechen und am Freitag brennt alles ab“, sagt sie. Sie könne es immer noch nicht fassen, was da passiert sei, doch sie müsse zügig reagieren, um den Betrieb weitestgehend aufrecht zu erhalten. „Im Moment funktioniere ich nur“, schildert sie, „man fängt ja wieder bei Null an“.

Wichtig sei die schnelle Materialbeschaffung von Scheren, Kämmen, Handtüchern, Umhängen und andere Arbeitsutensilien gewesen. Denn auch das ist alles beim Brand vernichtet worden. Sie ist froh, dass sie von der Stadt schnell die Genehmigung für ihr Vorhaben auf dem Tanzwerder erhalten hat. Nun werden die Kunden in den beiden Friseur-Trucks, mit Parkplätzen in direkter Nähe, zu den üblichen Öffnungszeiten (dienstags bis donnerstags 8.30 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 18 Uhr, samstags 8 bis 13 Uhr) bedient. Um die Hygienevorgaben einzuhalten, werden von den jeweils acht Plätzen in einem Truck nur vier besetzt.

Ab 1. Dezember hat Janine Büch Räume in der Ziegelstraße 28 gemietet, dort befand sich schon einmal ein Friseursalon.

Andi Wustl, Grafikdesigner und Fotograf sowie Inhaber des Unternehmens Lichtkunst, der diese Räume noch bis April gemietet hat, hat mir da sehr geholfen“, betont Büch.

Sowieso auf der Suche nach einem neuen Domizil in der Stadt, wird er vorzeitig den Laden räumen, damit die Friseurmeisterin das Geschäft im Dezember renovieren, und dann im Januar dort wieder auf festem Boden mit ihrem Team arbeiten kann. „Ich habe dann drei Baustellen, das kostet viel Kraft“, sagt Janine Büch. Aber ihr sei es auch ganz wichtig, ihren Mitarbeiterinnen, die alle ihr Berufsleben im Friseursalon Meyer verbracht haben, die Arbeitsplätze weiter zu sichern.

Langfristig hat Janine Büch vor, das Grundstück an der Rosenstraße zu kaufen und dort einen neuen, modernen Friseursalon aufzubauen. „Dann ist Salon Meyer auch da, wo Salon Meyer hingehört“, macht sie deutlich. (Petra Siebert)

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