„Ansagen“ an Bürgermeister

„Mann der Tat“: Joachim Hansen war lange im Ortsrat von Bonaforth tätig

Seit vielen Jahrzehnten verheiratet: Brigitte und Joachim Hansen im Garten ihres Hauses in der Ortschaft Bonaforth.  
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Seit vielen Jahrzehnten verheiratet: Brigitte und Joachim Hansen im Garten ihres Hauses in der Ortschaft Bonaforth.  

Joachim Hansen war lange im Ortsrat von Bonaforth (Hann. Münden) aktiv. Dafür bekam er einige Ehrungen. Auch im damaligen Gemeinderat des selbstständigen Dorfes Bonaforth und im Rat Hann. Münden engagierte er sich.

Bonaforth – Wenn man lange ehrenamtlich tätig ist, kann es schon mal unübersichtlich werden. Das merkte auch Joachim Hansen aus Bonaforth, als er aus dem Ortsrat des kleinen Fuldadorfes verabschiedet wurde. Ihm wurde die bronzene Ehrennadel des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes überreicht.

Hann. Münden: Hansen lange in Bonaforth aktiv

Diese bekommen Menschen für mindestens 15 Jahre Engagement. Diese Zeit hat Hansen schon länger überschritten. Bereits im Gemeinderat der damals selbstständigen Gemeinde Bonaforth war er aktiv, bevor das Dorf 1973 Hann. Münden zugeschlagen wurde. „Ich werde das Ganze mal mit dem neuen Ortsbürgermeister Kevin Barth besprechen, damit wir mal Ordnung in die Chroniken bekommen“, berichtet der 1947 geborene. So erhielt er 2007 von der Stadt Hann. Münden eine Urkunde für die 25-jährige Tätigkeit im Ortsrat Bonaforth. Zudem war er auch eine Wahlperiode lang im Rat der Stadt Münden aktiv, wie eine weitere Urkunde von 1996 bezeugt.

„Ich war lange Mitglied der CDU. Ich bin in die Partei eingetreten, weil sie die Deutsche Einheit als Ziel in ihrem Programm hatte.“ Parteimitglied ist er aber, seit er 60 Jahre alt wurde, nicht mehr. Die Einheit wurde ja erreicht. Seine Wahl in den Ortsrat wurde 2016 von der SPD unterstützt. Nun zieht er sich aus der Lokalpolitik zurück, er will Platz für die Jüngeren machen.

Auch mal „Ansagen“ an den Bürgermeister

Dem Ortrat möchte er mit Rat und Tat weiter zur Seite stehen. Und ein Mann der Tat ist Joachim Hansen auch, das wird klar, als er aus seiner Zeit in der Lokalpolitik berichtet: Vehement hat er sich für die 30er-Zone im Ort eingesetzt. Als sich immer wieder Lastwagen, die die Einfahrt zur Papierfabrik Westzell verpassten, in Bonaforth festfuhren, wurde Hansen kreativ. An der Bahnbrücke brachten er und einige Gleichgesinnte ein Schild an, das die Fahrer vor den engen Straßen warnte. Das habe erst einmal Ärger gemacht, aber der Erfolg gab ihnen recht. Auch vor „Ansagen“ an den Bürgermeister schreckte Hansen nicht zurück.

Zu Hause in Bonaforth stapeln sich die Ehrungen. Seit seiner Kindheit ist Joachim Hansen ehrenamtlich aktiv. „Lange wusste ich gar nicht, wo Bonaforth liegt“, berichtet Hansen, der in Hedemünden geboren wurde. Ende der 1950er-Jahre siedelte die Familie dann nach Hann. Münden über, seine Eltern bauten dort. „Als Neunjähriger half ich bei den Ausgrabungen im Römerlager Hedemünden, man könnte sagen, dass dort meine ehrenamtliche Karriere startete.“ Seine Frau Brigitte lernte er 1966 auf einem Jugendball kennen. Am 8. August 1968 heirateten sie. Auch für ihre Goldene Hochzeit gab es von der Stadt Münden 2018 eine Urkunde. Nach nur drei Jahren im Ort heuerte er damals im Gemeinderat an.

Fünf Berufe im Leben gelernt

Gelernt hat Hansen laut seiner Aussage fünf Berufe. In Kassel bei Henschel lernte er Maschinenschlosser. Von 1969 bis 1981 war er Zeitsoldat. Bei der Bundeswehr war er dann Kfz-Schlosser und Fahrerlehrer. Auch die Schreibtischtätigkeit lernte er als Bürokaufmann. Nach einer Zwischenzeit als Angestellter machte er sich mit 54 Jahren selbstständig. Hansen baute Fahrzeuge speziell für Handwerker um. Neben seiner Tätigkeit im Ortsrat war er lange im Sportverein aktiv. Im Wassersportclub setzt er sich immer noch ein, er ist Vorsitzender. Zudem war er lange Pfadfinder. (Jens Döll)

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