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Jubiläum von Hospizdienst Alpha und Hospiz am Vogelsang

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Von: Amir Selim

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Das Hospiz am Vogelsang bietet Sterbenden das letzte Geleit an. Archi
Das Hospiz am Vogelsang bietet Sterbenden das letzte Geleit an. (Archivbild) © Bettina Sangerhausen

Zwei wichtige Geburtstage in Hann. Münden: Der Hospizdienst Alpha und das Hospiz am Vogelsang feiern. gemeinsam gibt eine Veranstatungsreihe. Diese beginnt am Sonntag (12.06.2022) mit einem Gottesdinest.

Hann. Münden – Gleich zwei Einrichtungen feiern dieses Jahr ihr Jubiläum: Den ambulante Hospizdienst Alpha gibt es seit 30 Jahren, das stationäre Hospiz am Vogelsang seit 10 Jahren.

Hann. Münden: Zwei Hospizeinrichtungen feiern Geburtstag

Deshalb startet am 12. Juni eine Veranstaltungsreihe der beiden Dienste, teilte der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Münden mit. Von Musik über Lesungen, Gottesdienste bis zu Mitmachaktionen haben sich die Veranstalter ein abwechslungsreiches Programm überlegt: „Wir wollten das Thema öffnen für alle Interessierten“, wird Stefan Kletetzka, stellvertretender Hospizleiter, in der Kirchenmitteilung zitiert. Die Auftaktveranstaltung ist ein Festgottesdienst in der St. Blasiuskirche am 12. Juni.

Der ambulante Hospizdienst Alpha startete am 1. Juni 1992. Gegründet wurde er durch die „Initiative der Arbeitsgemeinschaft für die Beratung und Begleitung Schwerkranker und Sterbender“, die von 1987 an den Aufbau der Hospizgruppe plante und vorbereitete. Angeboten werden psychosoziale Beratungen im Rahmen der palliativen Lebensgestaltung für Betroffene und Interessierte. Derzeit besteht das Team aus zwei hauptamtlichen Koordinatorinnen und 30 Ehrenamtlichen. Mehr als 1400 Sterbende und Trauernde seien seit Gründung begleitet worden, heißt es weiter.

Stationäres Hospiz seit 2012 in Hann. Münden

„Sterbebegleitung ist nicht nur seelenschwer, sondern es geht ums Leben bis zuletzt“, sagt Elke Helberg von Alpha. Das Stationäre Hospiz nahm am 1. Februar 2012 seinen Dienst auf. Betrieben wird es von der Awo Hannover. Mit dem Dienst sollte eine Versorgungslücke zwischen palliativer Versorgung und ambulanter Hospizbegleitung in der Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen geschlossen werden. 26 Mitarbeiter und zehn Ehrenamtler sind bei ihnen derzeit aktiv. Unterstützt werden die Einrichtungen vom Mündener Kulturring, dem Denkmal-Kunst-Kunst-Denkmal Festival, der Stadtkirchengemeinde, der Freilichtbühne Tannenkamp, dem Mehrgenerationenhaus und der Stadtjugendpflege. (Amir Selim)

Das Programm der Veranstaltungsreihe

- Sonntag, 12. Juni: Festgottesdienst St. Blasius-Kirche, 10 Uhr.

- Von Juni bis Oktober: Ausstellung „Leben bis zuletzt“ an verschiedenen Orten. Projektarbeit von Altenpflegeschülern. Die Orte werden noch bekannt gegeben.

- Samstag, 18. Juni: Festival „Tod und Sterben in der Rockmusik“ auf der Freilichtbühne am Tannenkamp unter anderem mit ocean.eyes (Akustik), More Songs About Life And Death (Punk/Pre Grunge), Käptn Neugier (Folkpunk), Einlass 19.15 Uhr. Eintritt frei. Spenden für die Hospizarbeit werden erbeten.

- Freitag, 8. Juli: Lesung mit Autorin Zsuzsa Bánk. Sie liest aus ihrem Buch „Sterben im Sommer“, in dem sie über die letzten Monate im Leben ihres Vaters, dessen Tod und das erste Jahr danach schreibt, 18 Uhr, Evangelisch-reformierte Kirche Hann. Münden, Burgstraße 8. Eintritt frei. Spenden sind erwünscht.

- Freitag, 9., bis Donnerstag, 22. September: Ausstellung „Hoffnungsvoll und Seelenschwer“ über das Leben, das Sterben und die Trauer in der St. Blasius-Kirche, dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr, montags von 11 bis 16 Uhr, Eintritt frei.

- Freitag, 16. September: Erzählkünstlerin Jana Raille mit „Wie das Leben so spielt“. Sie präsentiert eine bunte Auswahl von Märchen und Geschichten, Aegidienkirche, 19 Uhr. Eintritt frei.

- Donnerstag, 22. September: Vortrag zum Thema der Ausstellung „Hoffnungsvoll und Seelenschwer“ von Christine Stockstrom, St Blasius-Kirche, 19 Uhr. Eintritt frei.

- Samstag, 1., bis Sonntag, 9. Oktober: Kunstprojekt „Bevor ich sterbe, möchte ich...“, bei dem große Tafeln installiert werden, auf dem jeder eigene Gedanken hinterlassen kann, Mehrgenerationenhaus, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße.

- Freitag, 7. Oktober: Poetry-Workshop für Jugendliche „Leben! Bis zum Schluss“, Mehrgenerationenhaus, 16 bis 19 Uhr, Anmeldung erforderlich. Anmeldeinformationen werden noch bekannt gegeben. Teilnahme kostenlos. Ab 20 Uhr Poetry Slam mit Lars Ruppel, mehrfacher Deutscher Meister im Dichten. Eintritt mit Denkmal-Kunst-Kunst-Denkmal-Festival-Ticket.

- Samstag, 29. Oktober: Konzert mit Franz Schuberts Winterreise, St. Blasius-Kirche. 19 Uhr.

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