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Kabarett in Hann. Münden: Rundumschlag gegen Rechte und Corona

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Von: Hans-Peter Niesen

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Bissiges Kabarett aus Magdeburg: Hans-Günther Pölitz und Marion Bach waren auf Einladung des Mündener Kulturrings nach Hann. Münden gekommen.
Bissiges Kabarett aus Magdeburg: Hans-Günther Pölitz und Marion Bach waren auf Einladung des Mündener Kulturrings nach Hann. Münden gekommen. © Hans-Peter Niesen

Die Magdeburger Zwickmühle hielt ihr Gastspiel in Hann. Münden. Marion Bach und Hans-Günther Pölitz führten einen wilden Ritt durch die aktuellen Themen wie Corona, Krieg und Corona.

Hann. Münden – Die Lacher auf seiner Seite hatte das Magdeburger Kabarett Zwickmühle bei seinem Auftritt im Rittersaal des Welfenschlosses. Marion Bach und Hans-Günther Pölitz waren auf Einladung des Mündener Kulturrings nach Hann. Münden gekommen. Mitgebracht hatten sie ihr seit September vergangenen Jahres gespieltes Programm „Keine Lösung ist auch eine Kunst“.

Hann. Münden: Kabarett aus Magdeburg zu Gast

Die Vorsitzende des Mündener Kulturrings, Brunhilde Ulbricht, freute sich schon vor dem Gastspiel auf die beiden Kabarettistin. „Ich habe das Kabarett in Magdeburg gesehen und es gleich eingeladen.“ Die Vorfreude der Vorsitzenden wurde bestätigt. Marion Bach, eine ausgebildete Sängerin mit einer wunderschönen Stimme, und das Kabarett-Urgestein Hans-Günter Pölitz, inzwischen 70 Jahre alt und Gründer der Zwickmühle, nahmen Politik und Politiker, Zeitgeist, Corona, Rechtsextremismus und Krieg auf die satirische „Schippe“ Da mag manche Pointe dem einen oder anderen Zuhörer quer sitzen, aber das ist die Freiheit der Satire, zuzuspitzen oder den Finger in die Wunde zu legen.

Köstlich war schon der Auftakt. Aus der simplen Begrüßung „Guten Abend, meine Damen und Herren“ machte das Duo eine Diskussion übers Gendern und Ausdrucksweisen, die als politisch korrekt eingefordert werden und durchaus grotesk werden kann. So etwas wenn aus Schwarzfahrern Beförderungsgeldvermeidende entstehen. Hans-Günther Pölitz setzte zum Schluss dieser Nummer noch einen drauf: „Wer in eine Mohr-Rübe beißt, ist schon ein Rassist.“

Ein erster musikalischer Höhepunkt des Abends wurde der Udo-Jürgens-Song „Lieb Vaterland“ aus dem Jahr 1971, den Marion Bach von Hans-Günther Pölitz am Flügel begleitet, gekonnt vortrug. Der Song unter Verwendung der Melodie des Lieds „Die Wacht am Rhein“ hatte damals dazu geführt, dass diverse Radiosender ihn nicht spielten und heftige Debatten über den Inhalt geführt wurden.

Hann. Mpnden: Ausgteuielt gegen rechte, Corona, Zeitgeist und Krieg

Kommentar von Pölitz dazu, auch in der alten Bundesrepublik habe es Zensur gegeben und leider seien die „Braunalgen“ nicht den Rhein heruntergespült worden. Sie würden jetzt immer mehr Organe wie Polizei und Bundeswehr befallen. Und wenn sie öffentlich würden, hieße es immer nur „Einzelfälle“. Bitter. Denn, so Pölitz in einem Song: „Deutschland, ich will dich nicht verlieren“. Seine große Sorge: Es seien die Kinder, die johlen. „Warum haben wir ihnen das Denken gestohlen.“ Müssten wirklich wieder die Öfen brennen, damit „wir die Schuld aus der Asche erkennen“. (Hans-Peter Niesen)

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