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Hann. Münden: Kein Weihnachtsmarkt in den Wallanlagen

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Kleine Demo vor der Ratssitzung in Hann. Münden: Eleonore Dehnerdt  (Mitte) und zwei Mitstreiter positionierten sich klar gegen den Weihnachtsmarkt in den Wallanlagen. Der Rat lehnte das Projekt ab.
Kleine Demo vor der Ratssitzung in Hann. Münden: Eleonore Dehnerdt (Mitte) und zwei Mitstreiter positionierten sich klar gegen den Weihnachtsmarkt in den Wallanlagen. Der Rat lehnte das Projekt ab. © Jens Döll

Das Projekt eines Weihnachtsmarktes in den Mündener Wallanlagen fand im Rat keine Mehrheit. Das ergab die Abstimmung bei der jüngsten Ratssitzung.

Hann. Münden – Einen Weihnachtsmarkt in den Wallanlagen wird es auch künftig nicht geben. Das Projekt der Hann. Münden Marketing GmbH fand am Donnerstag im Rat der Stadt Hann. Münden keine Mehrheit. Bei der Abstimmung ohne Fraktionszwang gab es zwölf Ja-, zwölf Neinstimmen und fünf Enthaltungen. Zur Debatte stand, den Markt in den Parkanlagen am Rande der Mündener Altstadt zunächst testweise in den Jahren 2022 und 2023 stattfinden zu lassen.

Hann. Münden: Keine Mehrheit für Markt in den Wallanlagen

Von Anfang an hatten die Pläne der Touristiker, einen Weihnachtsmarkt in den Parkanlagen am Rande der Mündener Altstadt zu veranstalten, sowohl Lob und Zustimmung als auch Kritik und scharfe Ablehnung ausgelöst. Während die einen von einem Markt in einem „zauberhaften Ambiente“ sprachen, den es so in der Region kein zweites Mal gebe, führten Kritiker ins Feld, dass mit schweren Schäden an Bäumen und Pflanzen gerechnet werden müsse, unter anderem wegen der Bodenverdichtung.

Der Weihnachtsmarkt sollte bereits im vergangenen Jahr in den Wallanlagen stattfinden und war auch schon aufgebaut. Kurz vor der Eröffnung sagte die Stadt ihn aber wegen Corona ab.

Dehoga: Große Enttäuschung für Gastronomen in Hann. Münden

Für die Mündener Gastronomen sei das Votum des Rates eine einzige „große Enttäuschung“, sagt Guido Einecke, Mündener Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), in dem nach Eineckes Angaben rund 30 Hotels und Gaststätten im Altkreis organisiert sind.

„Der Rat der Stadt Hann. Münden hat mal wieder eine Chance vertan, für Hann. Münden ein Alleinstellungsmerkmal zu bekommen.“ Einecke bedauert vor allem auch, dass noch nicht einmal der Vorschlag, es zwei Jahre auszuprobieren, eine Mehrheit bekommen habe. Für alle Akteure, die sich Gedanken gemacht haben, wie Hann. Münden in den touristisch schwachen Zeiten gut belebt werden könne, „ist diese Entscheidung niederschmetternd und demotivierend.“ (Ekkehard Maaß)

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