Biken und Pilgern

Neue Broschüre vom Kirchenkreis Münden: Auf dem Rad entlang der Weser pilgern

Elf Personen stehen vor der Marienkriche in Gimte und Stellen die Broschüre „Biken und Pilgern“ vor.
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Stellen die Broschüre vor: Unser Bild zeigt (v. li.) Hilmar Kirschhöfer (Radler), Pastor Andreas Risse (Stadtkirchengemeinde Münden), Roland Graunitz (Kirchenvorstand Gimte-Hilwartshausen), Matthias Bieroth (Stadtmarketing) Bettina Sangerhausen (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis), Klaas Grensemann (Diakon Kloster Bursfelde), Andreas Wustl (Lichtkunst Hann. Münden), Superintendent Thomas Henning, Pfarrer Jonathan Bergau (Oedelsheim), Karl-Wilhelm Lange (Radler) und Helga Hillebrecht (Vorstand Stadtkirchengemeinde).

Gut Ding will Weile haben, sagt ein Sprichwort. Und dass es so ist, zeigt die neue Broschüre „Biken und Pilgern“, die jetzt vom Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Münden druckfrisch in einer Auflage von 2500 Stück vorgestellt wurde

Hann. Münden - Die ersten Ideen zur Broschüre „Biken und Pilgern“ wurden vor vier Jahren geboren, vor zwei Jahren nahm der Pilgerweg für Fahrradfahrer entlang des Weserradweges in Verbindung mit einer Broschüre, Formen an.

Ein Team unter Federführung von Klaas Grensemann, Diakon im Geistlichen Zentrum Bursfelde, zuständig für Pilger- und Besinnungswege sowie Radwege hat das 36-seitige Heft, mit Texten und Fotos gestaltet.

Der eigentliche Ideengeber war Karl-Wilhelm Lange, der zusammen mit Hilmar Kirschhöfer, beide begeisterte Radfahrer, den Weserradweg oft gefahren ist. Lange sprach bei der Vorstellung über die Entstehung des Heftes.

Hann. Münden: Idee stammt von Rast an Gimter Marienkirche

Der Ursprung der Idee des spirituellen Rundweges lag in einer Rast in der Gimter Marienkirche, die seit 2002 als Radwegkirche von Ostern bis zum Herbst tagsüber verlässlich geöffnet ist. Für seine Idee konnte er Superintendent Thomas Henning, selbst Radler, gewinnen. Henning schwärmte von wunderbaren Kirchen entlang der Weser, allerdings einer hoch komplizierte Situation, weil durch die Weser getrennt. Die Frage stellte sich: Wie bekommen wir die alle mal zusammen? Es sei ihm ein Anliegen gewesen, zwei Bundesländer, zwei Kirchenkreise und zwei Landeskirchen, getrennt durch die Weser, zu vereinen. Mit „Biken und Pilgern“ ist es gelungen. Auch Karl-Wilhelm Lange hat sich mit dem Thema, „was verbindet, was sonst getrennt ist“, beschäftigt.

„Der Weserradweg zwischen Gimte und Lippoldsberg wird Karriere machen. Es gibt keinen weiteren Pilgerradweg am Weserradweg. Wir sind die Ersten und Einzigen“, bemerkte er stolz. In diesem Zusammenhang brachte er die Benediktinerregel „Ora et labora“ (bete und arbeite) in eine moderne Form mit „bike und pilgere“.

Pilgerradweg entlang der Weser umfasst 14 Stationen

Klaas Grensemann, er hat die Texte in der Broschüre verfasst, ist sich sicher, dass die Pilgerbiker den Weg nun anders wahrnehmen. Ein Wanderer geht los, ein Pilger bricht auf. „Es ist schon ein Unterschied, ob ich in die Natur fahre oder sie als Schöpfung wahrnehme“. Jede der 14 Stationen hat Grensemann mit einem jeweiligen Anreiz beschrieben, der gerade diesen Ort ausmacht.

Matthias Biroth, Manager für Tourismus- und Stadtmarketing bei der Hann. Münden Marketing GmbH wird diesen Pilgerradweg auch touristisch nutzen. Denn Radrundwege seien zurzeit stark gefragt.

Die Broschüre zum Biken und Pilgern entlang der Weser

14 Kirchen und Klöster werden in dem Heft, im handlichen Format, beschrieben mit Fotos, Informationen, Besonderheiten und Nutzung zu den Kirchen und Klöstern. Öffnungszeiten, Kilometer und voraussichtliche Zeit bis zur nächsten Etappe und eine Routenübersichtskarte sind enthalten. Start- und Endpunkt der 75 Kilometer langen Rundtour zwischen Bramwald und Reinhardswald ist die St. Blasius-Kirche in Hann. Münden.

Stationen sind die Marienkirche Gimte und Hemeln, die Burganlage Bramburg, Kloster Bursfelde, Martinskirche Oedelsheim, Klosterkirche Lippoldsberg, in der gegenüberliegenden Weserseite die Christuskirche Gieselwerder, Waldenser Kirche Gottstreu, Kirche Veckerhagen und Vaake, der Weserstein auf dem Tanzwerder und die Marien-Basilika Wilhelmshausen. In einem Radpilgerpass auf den letzten Seiten können an den einzelnen Stationen Stempel gesammelt werden.

Erhältlich ist die Broschüre gegen eine Schutzgebühr von zwei Euro in den beteiligten Kirchen und Klöstern, bei der Erlebnisregion Hann. Münden, bei der Touristinfo Münden und in der Superintendentur in Hann. Münden. (Von Petra Siebert)

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