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Hann. Münden kooperiert für Flüchtlingshilfe mit Partnerstädten

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Von: Kim Henneking

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Chelmno Polen Innenstadt
Chelmo in Polen ist seit 1992 die Partnerstadt von Hann. Münden in Deutschland. © Privat

Die Stadt Hann. Münden organisiert mit ihren Partnerstädten Chelmno in Polen und Holon in Israel Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine.

Hann. Münden – Der Krieg in der Ukraine berührt nicht nur die Menschen in Hann. Münden, auch in den Partnerstädten Chelmno in Polen und Holon in Israel ist die Hilfsbereitschaft groß. So befindet sich der Mündener Partnerschaftsbeauftragte Frank Stryga seit Beginn des Krieges im Austausch mit den Freunden der Dreiflüssestadt, wie er berichtet.

„Es sind schon rund 200 Flüchtlinge aus der Ukraine in Chelmno angekommen. Aber auch dort ist die genaue Zahl schlecht festzustellen, weil viele privat unterkommen“, erzählt Stryga, der auch Vorsitzender des Vereins für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen ist. Chelmno unterstütze wiederum die Partnerstadt Kaniv in der Ukraine, 125 Kilometer entfernt von Kiew. In Chelmno sei nun die erste Lieferung Hilfsgüter aus Hann. Münden angekommen, finanziert durch Spenden an den Partnerschaftsverein (1000 Euro) und den Verein Rock for Tolerance (1500 Euro). „Mir ist es wichtig, dass wir unsere polnischen Partner nicht im Stich lassen. Die nehmen unglaublich viele Menschen auf und sollen Unterstützung bekommen“, sagt er.

So schickten die Menschen aus Chelmno Listen der benötigten Dinge, die je nach Preis in Deutschland oder Polen gekauft würden. So seien aus 2500 Euro Mündener Spenden Güter im Wert von knapp 5000 Euro gekauft worden. Neben Hygieneartikeln und Babynahrung fehle es oft an Unterwäsche. Auch Sachspenden, unter anderem die Medikamentensammlung der Praxis Schwarzkopf aus Hedemünden und die Verbandskästen aus der Aktion des Geschwister-Scholl-Hauses, wurden in Chelmno abgeliefert. „Unsere Mündener Spendengelder sind sehr zielgerichtet angekommen, wir haben die Kaufkraft der Spenden erhöht und die Wirtschaft in Chelmno unterstützt“, sagt Stryga. Weitere Transporte sollen folgen.

„Auch unsere Freunde aus Holon sehen die schrecklichen Bilder und wollen helfen“, berichtet er weiter. Viele Israelis, auch Kinder und Jugendliche, hätten Erfahrung mit Flucht und Trauma, beispielsweise durch die Bombardierungen im Gazastreifen. Dadurch gebe es dort ein gutes Netzwerk an Sozialarbeitern und Psychotherapeuten, die nun ihre Dienste online und auf Englisch in Hann. Münden und Chelmno anbieten möchten. Noch diese Woche sollen Gespräche zwischen Vertretern der drei Städte stattfinden, um die gemeinsame Hilfe zu koordinieren.

Der Partnerschaftsverein Hann. Münden bittet weiterhin um Spenden zur Unterstützung der Freunde im polnischen Chelmno. Zunächst werden Geldspenden angenommen, da somit gezielt gekauft werden kann, was benötigt wird. Spendeninfos unter partnerschaftsverein-muenden.de/aktuelles/ und bei der Sparkasse Göttingen. Hilfsangebote in der Region sind unter hann.muenden.de/aktuelles/hilfe_ukraine und fluechtlingshilfe-goettingen.de zusammengefasst.

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