1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Vom OP-Tisch zum Ironman: Arzt des Mündener Klinikums behandelte Extremsportler

Erstellt:

Von: Jens Döll

Kommentare

Laufen, Radfahren und Schwimmen: Das gilt es beim Iron Man zu überstehen. Uwe Reitz nahm teil. Vorher stand aber eine OP in Hann. Münden an.
Laufen, Radfahren und Schwimmen: Das gilt es beim Iron Man zu überstehen. Uwe Reitz nahm teil. Vorher stand aber eine OP in Hann. Münden an. © Uwe Reitz

Ein Arzt des Mündener Klinikums behandelte den Extremsportler Uwe Reitz. Er hatte Knieprobleme. Dass er extra nach Hann. Münden zur OP kam, lag nicht auf der Hand. Reitz stammt von der Mosel.

Hann. Münden – Vom OP-Tisch in Hann. Münden zum weltberühmten Triathlon Ironman auf Hawaii. Dies hat Uwe Reitz aus Bernkastel-Kues an der Mosel (Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz) erlebt, wie nun das Klinikum Hann. Münden (KHM) berichtet.

Hann. Münden: Extremsportler wird in Klinikum operiert

Uwe Reitz, Jahrgang 1959, treibt sehr viel Sport in seiner Freizeit, um sein großes Ziel zu erreichen. Um nämlich am Ironman auf Hawaii teilnehmen zu können, muss man sich qualifizieren. Wer als Profi oder Altersklassen-Athlet starten möchte, muss sich mit einem Ironman-Rennen qualifizieren. Das heißt viel Sport und Übung in der Woche leisten. Das tat Reitz, bis sein Knie Probleme machte. Von dieser Patientengeschichte, die von der Mosel nach Münden führt, berichtet nun das Klinikum Hann. Münden.

Uwe Reitz wurde nämlich im Klinikum geholfen. Als Reitz Knieprobleme begannen, befand sich Dr. med. Georg Fieseler zum Saisonauftakt der Triathlon- und Ausdauerathleten als Referent bei einem Sportmedizinischen Seminar auf Mallorca.

Fieseler ist Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie sowie Sportmedizin am Klinikum Hann. Münden. Auf Mallorca erfuhr er von einer weiteren Chirurgin von den Plänen und Kniebeschwerden von Uwe Reitz aus Bernkastel-Kues. Da die Verletzung von Reitz in das Behandlungsspektrum von Fieseler fällt, wurde nach der Rückkehr nach Deutschland ein Vorstellungstermin des Patienten im Klinikum Hann. Münden vereinbart. Und kurze Zeit später, im April dieses Jahres, wurde die Arthroskopie und Meniskusteilresektion bei Uwe Reitz vorgenommen. Dabei wird das zerrissene Meniskusgewebe entfernt.

Bilder an der Arzt als Dank

Nach der Behandlung verließ Reitz das Haus mit den Worten: „Wenn ich es schaffe, auf Hawaii dabei zu sein, bekommst du Bilder“, berichtet das Klinikum Münden. Anfang Oktober war es dann tatsächlich so weit: Uwe Reitz nahm am Ironman 2022 auf Hawaii teil. Er erreichte das Ziel nach 12 Stunden und 29 Minuten. Das berichtet sein Heimatverein RSC Stahlross Wittlich aus der Internetseite. Er erreichte laut Verein den 67 von 202 Teilnehmern in seiner Altersklasse.

Und auch sein Versprechen machte er laut Krankenhaus wahr, er schickte „seinem Chirurgen“ die Bilder. Uwe Reitz, der am Extrem-Triathlon teilnahm, wird wie folgt zitiert: „Es ist geschafft! Ich habe den Ironman Hawaii gefinisht (das Ziel erreicht, Anmerkung der Redaktion). Ich bedanke mich nochmals für die gut gelaufene OP an meinem rechten Meniskus, ohne die das Abenteuer Hawaii nicht möglich gewesen wäre. Ich hatte überhaupt kein Problem mit dem Knie während des ganzen Wettkampfes“, so schrieb er laut dem Klinikum Georg Fieseler. Und weiter: „Ich hatte zwar ein bisschen Pech beim Wettkampf, einen Plattfuß auf der Radstrecke, bin aber trotzdem happy, den Wettkampf unter extremen Bedingungen geschafft zu haben.“

Dr. Fieseler beschreibt laut Klinikum den Empfang des Dankesschreibens so: „Es gibt Situationen, die, bei allen täglichen Mühen, motivieren und dem Einsatz einen Sinn geben.“ (Jens Döll)

Älteste Triathlon auf Langdistanz

Der Ironman auf Hawaii ist der älteste Triathlon auf Langdistanz der Welt. Zum ersten Mal wurde er 1978 ausgetragen. Die Athleten müssen 3,86 Kilometer schwimmen, 180,2 Kilometer radfahren und 42,2 Kilometer laufen. Seit 1982 ist er als Markenzeichen geschützt. Die Sportler treten in verschiedenen Altersklassen an. Uwe Reitz, Jahrgang 1959, trat in der Gruppe M60 bis M64 an. Sportler müssen sich vorher qualifizieren. Laut Klinikum Münden müssen Amateur-Starter sich mit einer Top-Platzierung bei einem Ironman-Serie-Rennen qualifizieren. Das heißt, Trainingseinheiten von mindestens 20 bis 25 Stunden in der Woche leisten. Profis müssen sich in einer bestimmten Periode qualifizieren. 

Im Klinikum Hann. Münden wird gerade eine Gruppe „Grüner Damen und Herren“ aufgebaut. Sie schenken ehrenamtlich Patienten ihre Zeit. Für einen Blackout sieht sich das Krankenhaus gut vorbereitet. Zudem gibt es dort eine Pflegeschule.

Auch interessant

Kommentare