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Kritik an Einfamilienhäusern in Ausschusssitzung: Diskussion um geplantes Baugebiet Gimte 2

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Von: Thomas Schlenz

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Das Baugebiet Erbeerfeld im Neubaugebiet Gimte 1 in Hann. Münden.
Das Baugebiet Erbeerfeld im Neubaugebiet Gimte 1. Um das geplante Gebiet Gimte 2 entbrannte eine Diskussion im Einfamilienhäuser. © Petra Siebert

Sind Einfamilienhäuser schlecht für die Umwelt? Das wurde nun bei der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses in Hann. Münden diskutiert. Es geht um ein geplantes Neubaugebiet.

Hann. Münden – Die Bauprojekte Wohnpark Gimte sowie Wohn- und Gewerbepark Fuldablick sollen bei der Planung neben acht weiteren Projekten der Stadt vorrangig bearbeitet werden. Das hat der Stadtentwicklungsausschuss in Hann. Münden empfohlen. Kritik gab es von den Grünen an den Plänen für Einfamilienhäuser in einem neuen Baugebiet Gimte 2.

Laut Projektliste sind dort Ein- und möglicherweise Mehrfamilienhäuser mit 20 bis 50 Wohneinheiten vorgesehen: Einfamilienhäuser seien die absolut ungünstigste Variante, sowohl was die Versiegelung von Flächen als auch was energetische Aspekte anbelange, sagte Lena Kürschner von den Grünen. „Wir können uns das als Gesellschaft nicht mehr leisten“, betonte Kürschner. „Was wollen wir unseren Enkeln erzählen, wenn die uns fragen, was wir gegen die Flächenversiegelung getan haben?“, setzte Kürschner ihre Kritik fort. Hinzu komme, dass sich Einwohnerzahlen rückläufig entwickelten.

Hann. Münden: Kritik an Einfamilienhäusern im Ausschuss

Siegfried Pflum vom Fachdienst Stadtplanung verwies darauf, dass die städtebauliche Entwicklung im Bereich Gimte bereits seit sehr langer Zeit in Vorbereitung sei. Außerdem sei Gimte nicht umsonst als Wohnort beliebt: „Da passt eine Menge zusammen“, so Pflum. Das Wohnraumversorgungskonzept des Landkreises zeige zudem, dass bis 2025 ein Bedarf an neuen Wohneinheiten bestehe.

Der Ratsvorsitzende Dr. Wilfried Kraft (SPD) mahnte an, in der Diskussion, um die Planung, eine bestimmte Quote an Mehrfamilienhäusern durchzusetzen. Obendrein müsse über Versickerungsflächen für das Oberflächenwasser nachgedacht werden. Der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Hann. Münden, Volker Meng, erklärte, die Stadt könne Vorgaben machen, etwa eine bestimmte Sozialquote für preiswerten Wohnraum vorschreiben.

Auch Lena Kürschner regte an, über allgemeine ökologische Mindeststandards für Baugebiete zu sprechen. Siegfried Pflum schlug vor, das Thema Wohnraumentwicklung im nächsten Ausschuss zu thematisieren und dabei auch den Bauverein mit ins Boot zu holen. (Thomas Schlenz)

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