Corona-Krise

Kurzarbeit endet bei Hann. Mündener Unternehmen Benary

Großes Gelände an der B3: Unser Luftbild zeigt den Hauptsitz von Benary in Hann. Münden mit Bürogebäuden und Gewächshäusern.
+
Großes Gelände an der B3: Unser Luftbild zeigt den Hauptsitz von Benary in Hann. Münden mit Bürogebäuden und Gewächshäusern. (Archivbild)

Die Corona-Krise hat viele Unternehmen in der Region deutlich getroffenen: Auch der auf mehreren Kontinenten präsente Saatgutzüchter Ernst Benary GmbH, der seinen Hauptsitz in Hann. Münden hat, bekam die Folgen der Krise zu spüren.

Hann. Münden - „Dienstreisen und internationale Messen – das alles ist seit Ende März größtenteils weggefallen“, sagt Petra Blume von Benary. Dennoch ist das Unternehmen Ernst Benary GmbH bislang gut durch die Krise gekommen: Die Kurzarbeit für einige Beschäftigte endet noch in diesem Monat. Ein Erfolgsrezept ist, dass sich das Unternehmen schnell auf die Situation eingestellt hat: Neuheiten bei den Produkten würden seit den Reisebeschränkungen beispielsweise vor allem über virtuelle Medien und soziale Netzwerke im Internet vorgestellt.

Benary aus Hann. Münden: Absprachen bei Videokonferenzen

„Wir haben zum Glück viele kreative Köpfe, in unserer Marketingabteilung“, lobt Petra Blume. Viele Absprachen erfolgten inzwischen über Videokonferenzen. Das habe sich sehr bewährt in einer Zeit, in der Dienstreisen schwierig seien. Um die Abstände im Betrieb zu wahren, sei in der Gärtnerei und im Labor ein Schichtsystem eingeführt worden. Mit dem bald nahenden Winter werde das Unternehmen die räumliche Trennung von Arbeitsbereichen noch stärker als bisher in den Blick nehmen. Trotz der Krise hätten Lieferketten weiter funktioniert.

„Die Frachtflüge waren die ganze Zeit über gesichert“, sagt Blume. Profitiert habe das Unternehmen sicher auch davon, dass Baumärkte relativ schnell wieder geöffnet worden seien und viele Menschen die Zeit nutzten, um Gärten und Balkone mit Blumen zu verschönern. In der Belegschaft würden die Regeln zur Eindämmung der Pandemie ganz selbstverständlich aufgenommen: „Die Leute ziehen mit. Wir nehmen eine große Akzeptanz für unser Hygienekonzept wahr“, sagt Blume.

Großer Zusammenhalt bei Benary in Hann. Münden

Generell gebe es im Unternehmen einen großen Zusammenhalt. Das werde beispielsweise auch anhand des Programms „Benarier für Benarier“ deutlich: Mitarbeiter hätten dafür freiwillig spenden können. Es seien Pakete für Bedürftige gepackt worden, so Blume. Auszubildende und Mitarbeiter erhielten zudem ein betriebseigenes Corona-Schutzpaket mit Mund-Nasen-Masken, einer Übersicht über die geltenden Hygieneregeln und einer kleinen Flasche mit Handdesinfektionsmittel. (Von Thomas Schlenz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.