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Hann. Münden: Mahnwache für die Ukraine

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Von: Petra Siebert

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Mahnwache: In Hann. Münden versammelten sich Menschen am Historischen Rathaus.
Mahnwache: In Hann. Münden versammelten sich Menschen am Historischen Rathaus. © Petra Siebert

In Hann. Münden kamen am Montag wieder zahlreiche Menschen zu einer Mahnwache für die Ukraine zusammen. Eine Frau berichtet aus dem Land, in dem Krieg herrscht. Die Wache wurde von „Rock for Tolerance“ initiiert.

Hann. Münden – Auch am Montag (07.03.2022) trafen sich wieder Menschen zur Mahnwache vor dem Rathaus, um sich mit den Ukrainern solidarisch zu zeigen und ihr Mitgefühl auszudrücken. Der Verein Rock für Tolerance hatte, wie auch vergangene Woche, die Organisation übernommen und dafür gesorgt, dass das Rathaus in die Farben blau und gelb der ukrainischen Flagge gehüllt wurde. Unterstützung leistete der Technikpartner Klar & Deutlich Veranstaltungstechnik.

Mündenerin, die aus Ukraine stammt, berichtet von Familie

Anna Perevertailo, eine seit 2016 in Hann. Münden lebende Ukrainerin, schilderte eindrucksvoll die Situation ihrer Familie in der Ukraine. „Vor zwölf Tagen waren wir alle noch glückliche Menschen“, erzählte sie. Dann brach das Unglück ein, dass für alle ein großer Schock war. „Es ist für mich ganz schlimm, wenn ich morgens aufwache, bei meiner Familie anrufe und es meldet sich dort niemand“. Täglich mehrmals würde sie versuchen, mit ihrer Familie und ihren Freunden in ihrer Heimat zu sprechen. Aber es wären immer nur kurze Zeitabschnitte, die in der Wohnung verbracht werden könnten. Denn während der Angriffe halten sie sich im Keller auf. Anna Perevertailo machte deutlich, dass die Menschen dringend Lebensmittel, Wasser und Medikament benötigen würden. Ihr größter Wunsch sei Frieden und wieder glücklich sein.

Hann. Münden: Mahnwache für Ukraine

Finanzvorstand Marco Hepe berichtete über die Aktionen des Vereins. So wurden von Rock for Tolerance beispielsweise ein Konvoi mit Hilfsgütern mit 1000 Euro unterstützt. 875 Euro flossen in eine Suppenküche, um die Menschen im Krisengebiet zu versorgen. Geplant ist außerdem, Mündens Partnerstadt Chelmno in Polen finanziell zu unterstützen, für die ukrainischen Flüchtlinge dort.
Er sagte, dass nicht nur finanzielle Hilfe benötigt wird, sondern auch Sachspenden. Ganz dringend wird Verbandsmaterial benötigt, das kann im Geschwister-Scholl-Haus abgegeben werden. Auch bei Registrierungen, um Flüchtlingen Unterkünfte zu bieten, leistet der Verein Unterstützung, ebenso bei der Vermittlung von Dolmetschern.

Julia Bytom, Pressesprecherin der Stadt Münden, sagte, dass Menschen aus der Ukraine ohne familiären Kontakt oder Freunde den Weg über Friedland nehmen sollten. Dort gebe es eine wie unter anderem Erstversorgung und Krankenversicherung. Wohnungsangebote könnten auch an den Landkreis gemeldet werden. Mehr sei auf der Internetseite Hann. Münden Stichwort Ukraine zu erfahren. (Petra Siebert)

Eine Frau, die in Hann. Münden arbeitet und in Witzenhausen lebt, hat eine Freundin aus dem Kriegsgebiet gerettet. Der Landkreis Göttingen verabschiedete eine Resolution für die Geflüchteten.

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