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Naturfotografie-Ausstellung in Hann. Münden

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Von: Petra Siebert

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In der St. Blasius-Kirche Hann. Münden: Helmut Holle (von links), Margitta Hild und Dunja Christokat vor einigen Ausstellung
In der St. Blasius-Kirche Hann. Münden: Helmut Holle (von links), Margitta Hild und Dunja Christokat vor einigen Ausstellung © Petra Siebert

Ausstellung „Wunder der Natur“ in der Mündener Blasius-Kirche. Margitta Hild und Helmut Holle stellen dort ihre Bilder aus. Es gibt Landschaften und Tiere zu sehen.

Hann. Münden – „Einen Weg zu einem perfekten Foto gibt es nicht“. Dies stellte die Schedener Fotografin Margitta Hild fest. Sie und Helmut Holle, der ebenfalls aus Scheden stammt, haben eine Fotoausstellung in der St. Blasius-Kirche mit Titel „Wunder der Natur“ zusammengestellt. Betrachtet man die Fotografien auf Leinwand staunt man, was die Natur so alles zu bieten hat und was die beiden Fotografen daraus machen. Beide erklären, dass natürlich das entsprechende Werkzeug, eine gute Fotoausrüstung, vorhanden sein muss. Auch müsse man viel Zeit, eine Menge Energie und manchmal unendliche Wartezeiten für außergewöhnliche Fotografien aufbringen. So kommt es auch, dass einige Bilder beim längeren Betrachten Geschichten erzählen und Emotionen hervorrufen.

Hann. Münden: Landschaften und Tiere auf Fotos eingefangen

Helmut Holle ist es wichtig, Stimmungen einzufangen und im Bild zu manifestieren. So sind überwiegend Landschaftsfotos zu sehen. Bis nach Australien ist er gereist, um besondere Momente festzuhalten. Jedoch die meisten seiner Fotos sind in den USA, Spanien, Portugal und Deutschland sowie in der Region entstanden. Ein bestechender Sonnenuntergang zieht die Blicke an, die Vermutung, das Bild sei weit im Süden entstanden, trügt. Denn er hat aus dem Fenster seines Wohnhauses in Scheden den Moment der untergehenden Sonne festgehalten. Ein anderes Foto zeigt einen Canyon, ein einzelner Baum belebt die doch recht einfarbige Landschaft. „Ich bin oft hin und her gegangen, bis ich den richtigen Moment mit dem perfekten Lichteinfall vor mir hatte“; erzählt er. Da würden manchmal Stunden vergehen, aber es lohne sich immer wieder. Sein Lieblingsfoto ist ein Sonnenblumenfeld in Portugal. Das mehrteilige Bild besticht nicht nur durch das Gelb, sondern auch durch die Tiefenschärfe, die das Gefühl gibt, als stehe man mitten im Sonnenblumenfeld.

Sie mag den Winter, er den Sommer

Wie es scheint, bevorzugt Holle die wärmeren Gegenden mit viel Sonnenschein. Margitta Hild hingegen zieht es in die kälteren Gefilde wie Island, Norwegen und Schweden. „Ich mag Kälte, Schnee und Eis, eben echtes Wetter“, sagt sie. Eines der Fotos zieht wie magisch den Blick des Betrachters an. Ein hellblauer Eisbrocken auf schwarzem Sand umgeben von Wolken, durch die die Sonne ein wenig lugt. Entstanden ist das Foto auf Island. Um das Polarlicht einzufangen, nimmt Margitta Hild extreme Situationen in Kauf. Doch sie gibt nicht auf, bis sie ihr Ziel erreicht hat. So versucht sie, die Faszination aus anderen Blickwinkeln heraus wahrzunehmen und genießt dabei diese für sie schönste Form der Auszeit.

Sie hat aber auch ihre Leidenschaft zur Tierfotografie entdeckt. Da entstehen die meisten Fotos in der Region. Um beispielsweise Greifvögel, Eulen, Wildkatzen und Füchse vor die Linse zu bekommen, harrt sie oft stundenlang hockend in einem Minizelt aus. „Tiere haben den Überraschungseffekt, plötzlich sind sie da, und dann geht mein Puls hoch“, erzählt sie. Sie setze allerdings eine hohe Brennweite ein, um die Tiere nicht zu stören. Die Ruhe der Tiere hat bei ihr oberste Priorität. Deshalb würde sie auch nie die Orte nennen, wo die Tierfotografien entstanden sind. „Ich gehe nicht zum Foto, sonders das Foto kommt zu mir“.

„Dies alles sind außergewöhnliche und einmalige Bilder“, macht Dunja Christokat aus dem Blasius-Ausschuss und zuständig für Ausstellungen, deutlich. „Es lohnt sich auf jedem Fall, sich Zeit zu nehmen und die Ausstellung in Ruhe zu betrachten“. (Petra Siebert)

Infos:

Zu sehen bis zum 26. Juni, montags,11 bis 16 sowie dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr.

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