1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Hann. Münden: Naturschützer kritisieren Mähroutine in den Wallanlagen

Erstellt:

Von: Petra Siebert

Kommentare

Als momentan nicht nachvollziehbar empfinden Claudia Wilimzig (von links), Evelyn und Ralf Schimek, Kirsten Scheffel, Bettina Kallausch und Sabine Schmidt mit Boxer Billy den Hinweis auf die Blüten für Bienen, Hummeln und Co. in den Wallanlagen Hann. Münden.
Als momentan nicht nachvollziehbar empfinden Claudia Wilimzig (von links), Evelyn und Ralf Schimek, Kirsten Scheffel, Bettina Kallausch und Sabine Schmidt mit Boxer Billy den Hinweis auf die Blüten für Bienen, Hummeln und Co. in den Wallanlagen Hann. Münden. © Petra Siebert

Naturschützer kritisieren Mähroutine in den Wallanlagen in Hann. Münden. Bienenfreundlich ginge anders, heißt es von ihnen. „Nichts tun wäre hier der richtige Weg“, sagt eine der Kritikerinnen.

Hann. Münden – „Nichts tun wäre hier der richtige Weg“, stellt Bettina Kallausch fest und meint damit, dass der Rasen in den Wallanlagen regelmäßig kurz gemäht wird. Kürzlich hatte sie sich mit einer Gruppe von Naturschützern dort getroffen, um zu überlegen, wie man die Stadtverwaltung überzeugen kann, den Rasen den Sommer über wachsen zu lassen. „Die Zeiten des englischen Rasens sind vorbei“, sagt sie.

Hann. Münden: Wallanlagen auf Schild als bienenfreundlich ausgezeichnet

Beim Bürgermeister hat Bettina Kallausch während der Bürgersprechstunde das Thema vorgebracht, er habe versprochen sich zu kümmern. Auch zur jüngsten Ratssitzung hat sie ihr Anliegen, das ihr sehr am Herzen liegt, präsentiert. „Ich bleibe dran“, bekräftigt Kallausch. „Das soll keine Drohung, sondern ein Versprechen sein“.

Seit einigen Jahren füttert sie, mit Genehmigung, die Tauben dort und erinnert sich noch an blühende Wiesen, die den Sommer über kaum gemäht wurden. Kurios sei deshalb das Hinweisschild mit dem Text „Hier blüht es für Bienen, Hummeln und Co. Diese Blühfläche ist Teil des deutschlandweiten Projekts Bienen Blüten Reich“. Auf dem Schild werden auch Führungen erwähnt.

„Wo ist das Bienenblütenreich und was für Führungen sollen, auf einer blumenlosen kurz geschorenen Rasenfläche stattfinden“, fragt sich Evelyn Schimek, die sich der Gruppe angeschlossen hat. „Dabei könnten Klee, Gänseblümchen, Margeriten, Kräuter Bienen, Hummeln und anderen Insekten sowie Vögeln Lebensraum bieten“, ergänzt Ralf Schimek. Sabine Schmidt aus Reinhardshagen macht den Vorschlag, nur einen kleinen Teil zu mähen, der dann als Spiel- oder Sitzfläche für Familien mit Kindern genutzt werden kann, ohne Angst vor Bienen zu haben.

Hann. Münden: Rasenflächen laut Kritikern zu „kurzgeschoren“

„Der Weihnachtsmarkt wird nach langen Diskussionen pro Wallanlagen an einen anderen Ort gelegt, und an Blumenwiesen zum Insektenschutz wird kein Gedanke verschwendet“, sagt Kirsten Scheffel.

Für Claudia Wilimzig wäre es auch in Ordnung, wenn mehrere Blumeninseln in den Wallanlagen entstehen würden und die Restflächen rundherum gemäht würden. „Möge im besten Sinne des Wortes in dieser Angelegenheit Gras wachsen“, so ist der Wunsch der Naturschützer. (Petra Siebert)

Nicht nur die Mäharbeiten in den Wallanlagen werden kritisiert, es wurde auch ein Flyer in Hann. Münden verteilt, auf dem über die Gefahren von Schottergärten aufgeklärt wird.

Auch interessant

Kommentare