BI soll Antrag auf neue Beratung stellen

Neue Debatte um Baugebiet am Galgenberg in Hann. Münden

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In die Debatte um ein neues Wohngebiet am Galgenberg im Bereich der Armesündergasse in Hann. Münden kommt Bewegung.

Hann. Münden. In die Debatte um ein neues Wohngebiet am Galgenberg im Bereich der Armesündergasse in Hann. Münden kommt Bewegung.

Die Stadt Hann. Münden hat der Bürgerinitiative (BI), die sich gegen die Umsetzung des Bebauungsplans dort stellt, vorgeschlagen, einen entsprechenden Antrag für eine neue Beratung im Rat zu stellen.

In einer Stellungnahme für den Stadtentwicklungsausschuss, der sich am Montag mit dem Thema befasst hat, heißt es: „Um eine klare politische Haltung für oder gegen das neue Baugebiet zu erhalten, wurde der BI vorgeschlagen einen Ratsantrag einzureichen, mit der Forderung, dass der Bebauungsplan im Bereich der Neuerschließung geändert beziehungsweise aufgehoben wird.“

Das würde aber zugleich bedeuten, so die Stadt, „dass hier dauerhaft kein Bauland, sondern nur noch Gartenland vorhanden wäre.“ Das stellte auch Stadtplaner Siegfried Pflum am Montag in der Sitzung noch einmal heraus. Durch die Neuerschließung des Gebietes als Bauland würde der Wert der Grundstücke deutlich höher liegen als bei Gartenland.

Joachim Urbaczka, einer der beiden Sprecher der Bürgerinitiative, sagte gegenüber unserer Zeitung, dass dieser Vorschlag nun auf einer Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative, der auch viele Eigentümer angehören, besprochen werde. Sie führt gegen den bestehenden Bebauungsplan neben Umwelt- und Naturschutzgründen vor allem die Kosten für das Umlage- und Erschließungsverfahren an. Grundstückseigentümer gerieten dadurch in eine „Schuldenfalle“. Würde die Bürgerinitiative einen derartigen Antrag stellen, so Pflum, werde er im Fachausschuss beraten. Das letzte Wort habe dann der Rat.

Nach dem Stadtentwicklungsausschuss am Montag beschäftigte sich auch der Umweltausschuss des Rates mit dem Thema und traf sich mit Vertretern der BI gestern zu einem Ortstermin. Dort informierte Urbaczka über mehrere schützenswerte Tier- und Pflanzenarten, seltene Biotope seien entstanden. Der Ausschuss will sich auf einer seiner nächsten Sitzungen mit diesem Thema beschäftigen. 

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