Arbeiten abgeschlossen 

Neue Farbe für das Küsterhaus in Hann. Mündens Altstadt 

Historisch: Mit seinen zahlreichen kunstvollen Ornamenten und Inschriften zählt das 1457 gebaute Küsterhaus zu den schönsten Gebäuden Mündens.
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Historisch: Mit seinen zahlreichen kunstvollen Ornamenten und Inschriften zählt das 1457 gebaute Küsterhaus zu den schönsten Gebäuden Mündens.

Das Küsterhaus in Hann. Münden erstrahlt wie frisch aus dem Ei gepellt. Die abgeschlossenen Arbeiten an dem Fachwerkbau wurden gefeiert. 

Hann. Münden –Mit einem Sektempfang unter freiem Himmel haben die Eigentümer des bekannten Mündener Küsterhauses am Samstag dessen jüngst abgeschlossene Fassadensanierung gefeiert.

Neben Bürgermeister Harald Wegener und weiteren Vertretern der Stadt waren am Samstagvormittag (06.06.2020) auch zahlreiche Mitglieder der Stadtführergilde in ihren historischen Gewändern der Einladung Erika Maschkes, ihres Mannes Klaus und ihrer Tochter Andrea Remmert gefolgt. 

Stadtführungen in Hann. Münden: Küsterhaus hat große Bedeutung 

Gerade für die Stadtführer ist das Küsterhaus schließlich von großer Bedeutung, zählt es doch auf ihren Touren zu den Höhepunkten, wenn es darum geht, Touristen die Geschichte der Stadt näherzubringen. „Mit der Inschrift 1457 ist das Küsterhaus nicht nur das älteste Gebäude Mündens, sondern sogar das älteste in ganz Niedersachsen, das am Haus selbst datiert ist“, betonte Bürgermeister Wegener die Bedeutung dieses „symbolträchtigen Hauses“.

Vom Zimmermann Hans von Varmissen erbaut, war das dreigeschossige gotische Traufenhaus der Überlieferung zufolge zunächst in Privatbesitz, bis es dann von den Küstern der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen St. Blasius Kirche als Wohnhaus genutzt wurde. Seit 1875 befindet sich das Küsterhaus wieder in Privatbesitz und ist zentraler Teil der gleichnamigen Gaststätte. „Wir haben das Haus so hergerichtet, dass es wieder ansprechend aussieht und für die Stadtführer ein Objekt ist, dass man wieder vorzeigen kann“, freute sich Erika Maschke, die das Haus 1978 zusammen mit ihrem Mann Klaus gekauft hatte und es inzwischen ihrer Tochter Andrea überschrieben hat, über die erfolgreiche Sanierung.

Anfang April bis Ende Mai: Fassade von Küsterhaus in Hann. Münden wurde überholt 

Von Anfang April bis Ende Mai waren dabei die zahlreichen Ornamente generalüberholt worden und hatte die Fassade einen neuen Anstrich erhalten.

Bei der Wahl der Farben für den Neuanstrich hatten die Eigentümer eng mit Mündens Denkmalpfleger Burkhard Klapp zusammengearbeitet und bewusst darauf geachtet, dass sie dem Stil der Frührenaissance entsprechen, der das Küsterhaus zuzuordnen ist. Jetzt hebt sich das Gebäude mit seinen dunkelroten Farbtönen stark von den umliegenden Fachwerkhäusern ab, was seine besondere Bedeutung zusätzlich betont.

Stadtführergilde in Hann. Münden ist begeistert 

„Als wir das Haus vor 42 Jahren gekauft haben, hatten wir es von innen kernsaniert und mit einer zeitgenössischen Bleiverglasung versehen“, berichtete Erika Maschke von einem „hohen finanziellen Aufwand“, den sie für das Küsterhaus bereits betrieben habe. Da die Maschkes trotz der zwischenzeitlichen Überschreibung des Gebäudes auf ihre Tochter nach wie vor die Mieteinnahmen erhielten, hätten sie nun auch die Kosten für die jüngste Sanierung übernommen. „Damit wollten wir das Haus noch einmal schön machen für die Zukunft“, betonte sie.

Dass ihr das gelungen ist, bewiesen am Samstag die strahlenden Augen der Mitglieder der Mündener Stadtführergilde, deren Vorsitzende Eleonore Siefert sich bei den Maschkes mit einem Geschenk für ihr „großartiges Engagement“ bedankte.

VON PER SCHRÖTER

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