In Volkmarshausen

Hann. Münden: Neuer Zustellstützpunkt der Post - Einige Kunden bekommen Sendungen später

Viel Platz: Betriebsleiter Hermann Wiederhold und Postsprecher Thomas Kutsch in der Paketsortierhalle.
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Viel Platz: Betriebsleiter Hermann Wiederhold und Postsprecher Thomas Kutsch in der Paketsortierhalle.

Von der Bahnhofstraße in Hann. Münden nach Volkmarshausen in die Industriestraße. Wir haben den neuen Zustellstützpunkt der Deutschen Post besucht.

Hann. Münden – Transportwagen voller Pakete werden über den Hof geschoben, die Kofferklappen und Schiebetüren der Bullis stehen weit offen. Die Handscanner piepsen, während die Zusteller wie bei einem großen Puzzlespiel ihre Transporter beladen. Auf dem Gelände des neuen Zustellstützpunktes der Post in der Volkmarshäuser Industriestraße herrscht morgens um 9.30 Uhr geschäftiges Treiben.

Umzug der Post nach Volkmarshausen: mehr Platz zur Verfügung

Einer derjenigen, die gleich zu ihrer Tour starten, ist Nico Hofmann, seine Strecke führt ihn heute in den Bereich Philosophenweg und Schöne Aussicht. Das ist einer von 25 Zustellbezirken in Hann. Münden, die vom neuen Stützpunkt in Volkmarshausen aus angefahren werden. „Wir sind am 23. August umgezogen“, sagt Hermann Wiederhold, Betriebsleiter Zustellung der Post in Kassel. Fast zwei Jahre habe das Unternehmen nach einem neuen Standort gesucht.

Zusteller Nico Hofmann beim Beladen seines Postfahrzeugs. Er ist Zusteller im Bereich Philosophenweg, Schöne Aussicht.

„In Hann. Münden selbst gab es nichts Passendes, auch keine geeigneten Grundstücke für einen Neubau“, erklärt Wiederhold. Die Halle in der Volkmarshäuser Industriestraße, die die Post von der Firma Stemmer angemietet hat, sei ein Glücksfall – und für die Mitarbeiter eine deutliche Verbesserung. „Wir haben hier den Platz, den wir brauchen“, so Wiederhold. Wichtig sei unter anderem ein ebenerdiger Anfahrtsweg.

Am alten Standort in der Bahnhofstraße sei alles sehr beengt gewesen, Pakete hätten in Carports kommissioniert werden müssen. „Hier haben wir die doppelte Fläche, mehr Licht und die Paketsortierung ist in einem großen Raum gebündelt“, erklärt der Betriebsleiter.

15 700 Haushalte werden von Volkmarshausen aus versorgt

Alle 25 Bezirke werden als sogenannte Verbundbezirke bedient, das heißt, Pakete und Briefsendungen werden zusammen zugestellt. Insgesamt bewältigt der neue Zustellstützpunkt eine Wochenmenge von 9 954 Paketen und 83  700 Briefsendungen, davon zwei Drittel im Standard- oder Kompaktformat und ein Drittel Groß- oder Maxibriefe.

Die Zahl der Briefsendungen sei in den vergangenen Jahren zurückgegangen, dafür sei die Anzahl der Paketsendungen deutlich gestiegen. 15 700 Haushalte werden von hier aus versorgt. Insgesamt beschäftigt der Zustellstützpunkt 40 Mitarbeiter, dazu zählen auch Vertreter oder Springer, die übernehmen, wenn jemand krank wird oder Urlaub hat.

Dana Lorenz ist Teamleiterin in Hann. Münden. Ein Teil ihrer Arbeitszeit ist auch für die Organisation und die Personaleinsatzplanung vorgesehen. Deswegen ist ihr Bezirk auch etwas kleiner. „Das war früher mal anders, aber wir haben festgestellt, dass es wichtig ist, dass ein Zeitfenster für organisatorische Dinge bleibt“, erklärt Postsprecher Thomas Kutsch. Sie und ihre Kollegen haben nun neue ergonomische Arbeitsplätze und Spinde.

Teamleiterin Dana Lorenz an einem der Arbeitsplätze im Zustellstützpunkt Hann. Münden.

Lorenz ist auch Ansprechpartnerin bei Problemen. „Uns als Post ist es wichtig, dass wir uns um unsere Leute kümmern“, betont Betriebsleiter Wiederhold. Mit dem Umzug seien die Bezirke neu bemessen worden.

Stützpunkt soll weiter modernisiert werden

„Da wir weiter weg sind, bekommen nun natürlich einige Kunden in der Innenstadt zu einem späteren Zeitpunkt ihre Sendungen“, so Wiederhold. Seit einiger Zeit setze die Post auch auf ein anderes System bei der Gangfolge. Die einzelnen Straßen und Adressen werden wie an einer Schnur hintereinander angefahren. „Dadurch ist es leichter, dass andere Kollegen übernehmen, wenn zum Beispiel jemand krank wird“, erklärt der Betriebsleiter.

Der Zustellstützpunkt soll künftig weiter modernisiert werden. Nächstes Jahr möchte die Post auch in Hann. Münden auf Elektromobilität umsteigen. Dafür müsse noch die erforderliche Ladeinfrastruktur eingerichtet werden. Bis 2030 solle die Zustellung bei der Post komplett auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden. (Thomas Schlenz)

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