BHKW für 35 Haushalte

Neues Kraftwerk für das Baugebiet in Gimte

Es dauerte mehrere Stunden, bis die Teile mit dem Kran von einem Schwertransporter gehievt und an Ort und Stelle vorerst installiert wurden. Da war Genauigkeit angesagt.
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Es dauerte mehrere Stunden, bis die Teile mit dem Kran von einem Schwertransporter gehievt und an Ort und Stelle vorerst installiert wurden. Da war Genauigkeit angesagt.

Im Gimter Baugebiet „Gimte Erdbeerfeld 1“ wurde ein Blockheizkraftwerk installiert. Die Anlage soll umweltschonend die Haushalte mit Strom und Wärme versorgen.

Gimte – „Wir setzen hier auf regenerative Energie und verwenden für das Blockheizkraftwerk ausschließlich Biogas“, machte Jens Steinhoff, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) bei der Installation des Blockheizkraftwerkes (BHKW) im Neubaugebiet „Gimte Erdbeerfeld 1“ deutlich. Dieses BHKW versorgt die 35 Wohneinheiten mit Strom und Wärme.

Aufbau des Kraftwerkes dauerte mehrere Stunden

Die Hauptleitung im Wärmenetz hat mit Vor- und Rücklauf eine Länge von 960 Meter. Es dauerte mehrere Stunden, bis die Teile mit dem Kran von einem Schwertransporter gehievt und an Ort und Stelle vorerst installiert wurden. Zusammen mit den Technikern des Herstellers waren Monteure der VHM, den Eigentümern des Areals mit dem BHKW, mit den Arbeiten beschäftigt. Denn mit den VHM hat der Bauverein, als Vermarkter der Grundstücke, einen Versorgungsvertrag geschlossen.

„Die dezentrale Versorgung über ein Nahwärmenetz (NWN) stellt so einen positiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz ohne Komfort- oder Qualitätsverlust dar“, erklärte Steinhoff. Das gesamte System wird noch effizienter durch die Abgaswärmetauscher, die dem Abgas Wärme entziehen, um diese für das Wärmesystem noch verfügbar zu machen.

„Die Effizienz ist elektronisch optimiert, Rücklauftemperaturen sind niedrig und die Wartungskosten gering“

In den Gebäuden befinden sich Übergabestationen, die das Wasser nach dem Durchlaufprinzip erst bei Bedarf im Haus erwärmen. Das soll die Energieeffizienz fördern, den Investitions-, Installations- und Platzaufwand erheblich verringern.

Es sind keine Gasthermen, zentrale Warmwasser- und Zirkulationsleitungen notwendig. Die erforderlichen Versorgungsleitungen reduzieren sich auf Kaltwasser und Vor- und Rücklauf der Heizung.

Auch ein Trinkwasserspeicher ist nicht nötig, denn die Trinkwassererwärmung erfolgt im Durchflussprinzip. Genutzt wird dabei die Wärmeenergie aus der Nahwärme. „Die Effizienz ist elektronisch optimiert, Rücklauftemperaturen sind niedrig und die Wartungskosten gering“, so Steinhoff. (Petra Siebert) 

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