Klimawandel

Hann. Münden nimmt an der Klimawette des Vereins „Drei fürs Klima“ teil

Dr. Michael Bilharz, Harald Wegener und Ulrike Schäfer boxen „eine Tonne CO2“ in Hann. Münden um
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Umboxen: Dr. Michael Bilharz, Harald Wegener und Ulrike Schäfer gegen „eine Tonne CO2“.  

Die Aktion „Klimawette“ macht deutschlandweit auf die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels der Vereinten Nationen aufmerksam. In Hann. Münden wurde die Wette mit einem Boxschlag besiegelt.

Hann. Münden - Bürgermeister Harald Wegener, Ulrike Schäfer von Extinction Rebellion Münden und Dr. Michael Bilharz vom Verein „Drei fürs Klima“ schlugen eine Tonne um, die für eine Tonne CO2 stehen soll. Das war der Auftakt der Klimawette in Hann. Münden auf dem Rathausplatz. Etwa 20 Gäste waren gekommen.

„Wir machens jetzt einfach“

„Wir machens jetzt einfach“ ist das Motto der Klimawette, die in 200 Städten in Deutschland Halt macht. „Wir waren jetzt 142 Städten“, berichtet Bilharz. Ziel ist es, möglichste viele Menschen zu erreichen, die pro Person eine Tonne CO2 einsparen wollen. Daher ist Bilharz mit dem Lastenrad quer durch die Republik unterwegs, insgesamt 6000 Kilometer in 100 Tagen. Bis November soll die Tour gehen. Dann beginnt die Weltklimakonferenz in Glasgow, bei der die Staaten die Weichen für den Klimaschutz in den kommenden Jahren stellen.

„In Hann. Münden müssen 352 Einwohner mitmachen, damit die Stadt die Wette gewinnt.“ Die Zahl kommt zustande, weil man eine Millionen Menschen im Land erreichen will, „heruntergebrochen sind das pro Ziel 1,5 Prozent der Einwohner“, so Bilharz. Nun sind also die Mündener gefragt. Zum einen kann man selbst CO2 einsparen und dies für die Klimawette erfassen. Aus einer Liste von 20 Vorschlägen kann man dazu seinen eigenen Vorsatz für die Wette heraussuchen: Vom LED-Lampentausch über den fleischfreien Monat oder den autofreien Arbeitsweg bis hin zum solaren „Balkonkraftwerk. Zum anderen kann man konkrete Klimaschutzprojekte von gemeinnützigen Kompensationsdienstleistern durch eine Spende möglich machen und damit CO2 vermeiden. Zur Auswahl stehen Solar- und Effizienzprojekte ebenso wie Aufforstungs- und Pflanzenkohle-Projekte.

Durch die Wette wird der Wettkampfgedanke gefördert

Durch die Wette werde der Wettkampfgedanke gefördert, Städte können im Vergleich gegeneinander ihre Erfolge einsehen. Katrin Mihr, Umweltingenieurin der Stadt Hann. Münden, berichtet bei dem Treffen davon, was die Stadt bereits tut, um das klimaschädliche CO2 zu vermindern. „Wir forsten den Stadtwald“, berichtet sie. Zudem werden Kolken angelegt. Das sind Vertiefungen im Waldboden, in denen sich Wasser sammeln kann.

Die Bürgermeisterkandidaten und Mitglieder der Ratsfraktion äußerten sich bei der Veranstaltung zum Thema Klimaschutz. Einige waren sich alle, dass etwas getan werden muss und das jeder Einzelne was dazu beitragen kann. So zum Beispiel öfter auf das Rad umsteigen. Teilnehmen an der Klimawette kann jeder Mündener. Dazu kann man sich online registrieren oder einen Teilnahmebogen bei Naturkost Faubel, Markt 4, ausfüllen. (Jens Döll)

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