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Hann. Münden: Notfallplan für den Blackout existiert

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Von: Petra Siebert

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Ein Blackout kann viele Ursachen haben.
Die Stadt Hann. Münden sieht sich mit Notfallplänen für einen eventuellen Blackout gut vorbereitet. (Symbolbild) © Michael Bihlmayer/imago

Die Verwaltung der Hann. Münden sieht sich auf Stromausfall vorbereitet. Es gibt Notstromaggregate und Vorräte. Aber auch die Einwohner können vorsorgen.

Hann. Münden – Die Stadt Hann. Münden sieht sich für einen größeren Stromausfall, einen sogenannten „Blackout“, gewappnet. Die Verwaltung habe einen Notfallplan ausgearbeitet, teilte Stadtsprecher Mathias Simon auf Anfrage unserer Zeitung mit. Im Falle eines größeren Stromausfalls in der Stadt würden die wichtigsten Gebäude und Einrichtungen mit mobilen Notstromaggregaten versorgt, die der Landkreis Göttingen zur Verfügung stelle.

Hann. Münden: Stadt sieht sich auf Blackout vorbereitet

Dazu zählten das Klinikum, die Polizeistationen sowie die Feuerwehrgerätehäuser. Die Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) seien zwar auch im Besitz mehrerer mobiler Notstromaggregate, doch diese müssten an die Pumpen der Wasserwerke angeschlossen werden, damit die Trinkwasserversorgung und der Brandschutz gewährleistet seien. Und auch für das Ableiten des Abwassers sei Strom erforderlich.

„Bedenklich wird ein Stromausfall, wenn er länger als 24 Stunden anhält. Keine Kommune schafft es in einem solchen Fall, die gesamte Bevölkerung zu versorgen“, so Simon. Zugleich weist er darauf hin, dass einige Dorfgemeinschaftshäuser der Stadt über eine Öl-Heizung verfügen, die auch mit Notstromaggregaten betrieben werden können. Immerhin könne man so eine gewisse Zahl an Menschen unterbringen, die Kapazitäten reichten aber bei Weitem nicht für alle Bürger aus. Der Bevölkerungsschutz des Landkreises Göttingen würde bei einem Stromausfall aktiviert, um die Versorgung der Bevölkerung unterstützen.

Rat vom Fachdienst: Vorrat mit Lebensmitteln

Außerdem rät der Fachdienst „Sicherheit und Ordnung“ der Stadt, sich für den Ernstfall einen Vorrat mit Lebensmitteln anzulegen. Der Trinkwasservorrat sollte vier Liter pro Kopf und Tag betragen und für mindestens zwei Tage angelegt sein. Um Speisen zubereiten zu können, empfiehlt er die Nutzung eines Gas- oder Kohlegrills im Freien. Auch ein Campinggaskocher sei dafür denkbar.

Entsprechende Lebensmittel sollten dafür beschafft werden. Um im Winter gegen mögliche Kälte geschützt zu sein, sollten pro Haushalt ausreichend warme Kleidung und Decken vorhanden sein. Außerdem Taschenlampen, passende Batterien, eine Notfallapotheke, aufgeladene Powerbanks, um Mobiltelefone zu laden sowie ein batterie- oder akkubetriebenes Radio, um wichtige Nachrichten verfolgen zu können. (Petra Siebert)

Stromausfall in ganz Münden im Januar 2018

In Hann. Münden ist es zuletzt im Januar 2018 zu einem größeren Stromausfall gekommen. Sturm Friederike hatte am Donnerstag, 18. Januar, gegen 13 Uhr eine 110-kV-Hochspannungsleitung schwer beschädigt. In wichtigen Gebäuden wie dem Klinikum sprangen sofort Notstromaggregate an. Bis zum Abend gelang es den Versorgungsbetrieben, 99 Prozent aller privaten Haushalte wieder zu versorgen. Es dauerte aber Tage, bis alle Störungen behoben waren. (Ekkehard Maaß)

Energiekrise in Deutschland: Steigende Preise machen den Unternehmen zu schaffen. Auch die Versorgungsbetriebe in Münden äußern sich zu steigenden Energiepreisen.

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