Er half 10.000 Kindern auf die Welt: Dr. Manfred Albrecht geht in den Ruhestand

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Dr. Manfred Albrecht sammelt alte geburtshilfliche Bücher, hier ein Werk von 1756. Auc h ein altes Pinardsches Hörrohr, mit dem früher Herztöne des Kindes kontrolliert wurden, gehört zu seiner Sammlung.

Hann. Münden – Nachdem Dr. Manfred Albrecht (68) 10.000 Kindern auf die Welt geholfen und noch acht Jahre in seiner Privatpraxis gewirkt hat, tritt er nach 25 Jahren medizinischer Tätigkeit in Hann. Münden in den Ruhestand.

Seine Stelle als Chefarzt der Gynäkologie am damaligen Vereinskrankenhaus (VKH) hat er 2011 aufgegeben, bis Ende dieses Monats war er noch in seiner Privatpraxis tätig. „Doch nun ist es genug, ich möchte mich meiner Familie und meinen Interessen widmen“, sagt er.

Für ihn bedeutet der neue Lebensabschnitt, das Leben genießen, seine Hobbys leben und seiner Sammelleidenschaft nachkommen. Gerne würde er auch noch malen, doch dazu wird auch die gewonnene Freizeit nicht ausreichen. An erster Stelle steht die Familie mit Ehefrau, den drei Töchtern mit Partnern und den drei Enkeln, die gerne bei ihm und seiner Frau sind, während die Eltern arbeiten.

Auch als Oma- und Opa- Fahrdienst stellen sich die beiden gerne zur Verfügung. Und wenn die Enkelkinder mit Opas Blechspielzeugsammlung, die hinter Glas wie ein Augapfel gehütet wird, spielen möchten, wird sie aus dem Schrank rausgeholt.

Weiterhin ist er leidenschaftlicher Hobbygärtner, hat neben vielen Pflanzen auf dem Hof und dem Balkon eine Obstwiese und einen Kartoffelacker. Das Sammeln und Lesen von alten geburtshilflichen Büchern fasziniert ihn. So besitzt er beispielsweise ein altes Hebammenbuch aus dem Jahre 1756 von einer der ersten Hebammen, Justine Sigismunde.

Ein weiteres Interessengebiet ist das Fachwerk, mit dem er sich bis ins kleinste Detail auseinandersetzt. Zusammen mit seiner Frau lebt er in einem Fachwerkhaus vor der Burg, das zwar modernisiert wurde, aber den Charme des Vergangenen behalten hat.

„Ich lebe gerne in der Innenstadt“, sagt er. „Die Sydekumstraße und vor der Burg zusammen mit der unteren langen Straße ist ein richtiges kleines Szeneviertel, in dem das Wohnen lebenswert ist.“ Weiterhin engagiert er sich im Mündener Spendenparlament, einige Zeit war er Präsident. Auch die Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze, deren Vorsitzender er ist, liegt ihm sehr am Herzen. Immerhin sind unter seiner Federführung 400 000 Euro an Spenden für die Restaurierung des Turmes und der Turmzimmer zusammen gekommen, sodass der Großteil des Projektes abgeschlossen ist.

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