Stadt will Packhof ausschreiben

Projekt Riverside in Münden wankt - Unternehmer will abspringen

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Das Streitobjekt: Der historische Packhof an der Werra. Das Foto wurde aus Richtung des Doktorwerders aufgenommen.

Das Projekt Riverside an der Werra in der Mündener Altstadt wankt: Ein Unternehmer will den Packhof nicht mehr kaufen, nachdem die Stadt den Verkauf ausschreiben möchte. 

Die Pläne der Unternehmer Jürgen Beute und Fritz Fehrensen mit einer Kombination aus Schlagdsanierung, Umbau des Historischen Packhofs und Bau einer Welle für Surfer an der Wanfrieder Schlagd droht zu scheitern. Jürgen Beute, der den Packhof kaufen, und umbauen wollte (HNA berichtete), will das Gebäude nicht mehr von der Stadt erwerben, nachdem diese den Verkauf ausschreiben möchte.

Wie der Unternehmer telefonisch mitteilt, habe ihm die Stadt erklärt, der Verkauf des Gebäudes werde ausgeschrieben. Auf sein Kaufangebot sei die Stadt nicht eingegangen. Beute ärgert das: „Dieses Bedenkenträgertum ist enttäuschend für jeden Unternehmer.“ 

"Wir hätten hier eine riesen Chance gehabt"

Bei einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Wertgutachten sei weniger herausgekommen, als er selbst der Stadt geboten habe. An der Ausschreibung möchte sich Beute nicht mehr beteiligen. „Wir hätten hier eine riesen Chance gehabt, eine tolle Freizeitkultur nach Münden zu bringen und vor allem junge Leute anzulocken“, sagt der Unternehmer.

Die Verwaltung bestätigte, dass man den Packhofumbau national ausschreiben werde. „Da die Stadt die weitere Nutzung mitentscheiden möchte, müssen Grundstücksgeschäfte ausgeschrieben werden“, heißt es auf HNA-Anfrage. Mit der Ausschreibung erhoffe man sich, weitere und möglicherweise interessantere Lösungen zu erhalten, die bestenfalls auch schneller umgesetzt werden könnten.

Von Scheitern der Gespräche zu sprechen, ist laut Stadt falsch

Von einem Scheitern der Gespräche zu sprechen, sei daher nicht richtig. Ideengeber Jürgen Beute habe weiterhin, wie andere Interessenten die Möglichkeit, ein ausgearbeitetes Konzept für eine künftige Packhofgestaltung und -nutzung einzureichen.

Vom Projekt bleibt die Idee der Surferwelle. Fritz Fehrensen steht dafür in Verhandlungen mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA), welches das historische Wehr betreibt.

Die Pläne für die Wanfrieder Schlagd

Das Projekt „Riverside“ besteht aus drei Teilen: Unternehmer Jürgen Beute möchte den Packhof zu einem Multifunktionsgebäude mit gastronomischem Angebot und Übernachtungsmöglichkeiten ausbauen. Fritz Fehrensen plant seinerseits am Nadelwehr eine Welle für das Surfen auf dem Fluss. 

Geht es nach den Wünschen der Unternehmer, soll beides Hand in Hand gehen mit der geplanten Sanierung der Wanfrieder Schlagd durch die Stadt Hann. Münden.

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