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Rassegeflügelschau in Lippoldshausen: Hühner bei jungen Familien immer beliebter

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Von: Christian Mühlhausen

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Stolz auf ihr Rassegeflügel (v.l.): Ausstellungsleiter Elias Andrecht, Ulf Bürmann, Vorsitzender Reiner Schmitz und Werner Engelhard.
Stolz auf ihr Rassegeflügel (v.l.): Ausstellungsleiter Elias Andrecht, Ulf Bürmann, Vorsitzender Reiner Schmitz und Werner Engelhard. © Christian Mühlhausen

In Lippoldshausen (Hann. Münden) fand eine Rassegeflügelschau statt. 144 Tiere von 16 Züchtern wurde vorgestellt. Mittlerweile werden Hühner als Tauben augestellt.

Lippoldshausen – Es wurde gekräht, gegackert, gegurrt und geschnattert – am Wochenende drehte sich im Lippoldshäuser Dorfgemeinschaftshaus alles rund ums liebe Federvieh. Der Verein für Geflügelzucht Hann. Münden und Umgebung e.V. hielt unter der Regie von Ausstellungsleiter Elias Andrecht seine traditionelle Fulda-Werra-Weser Rassegeflügelausstellung ab und konnte sich über mangelnden Zuspruch nicht beklagen.

Hann. Münden: Rassegeflügelschau in Lippoldshausen

„Wir sind sehr zufrieden“, resümierte Vorsitzender Reiner Schmitz zum Ende der Ausstellung, bei der 23 Rassen – von der Chinesischen Zwergwachtel bis zur Böhmischen Gans – zu sehen waren. Er konnte in diesem Jahr 144 ausgestellte Tiere von 16 Ausstellern begrüßen.

Dabei konnte Schmitz auch einen Trend aus den Vorjahren bestätigen: Waren früher zwei Drittel der ausgestellten Tiere Tauben und der Rest Hühner, ist es heute umgekehrt. „Junge Familien haben die Hühnerhaltung für sich entdeckt, schätzen die eigenen Eier, zudem brauchen Zwerghühner auch gar nicht so viel Platz.“ Dem entgegen stehe, dass viele Taubenhalter älteren Jahrgangs seien, diese ihre Taubenhaltung bereits verringert oder ganz aufgegeben habe.

Man sei aber sehr stolz, dass man im eher kleinen Verein mit 19 Mitgliedern eine Vielzahl an Rassen von mehreren Geflügelarten vereine und überhaupt noch eine Rassegeflügelausstellung auf die Beine gestellt bekomme. Das sei nicht in allen Vereinen so, denn Corona, die Vogelgrippe sowie derzeit hohe Futterkosten hätten zu schweren Zeiten in der Rassegeflügelzucht geführt.

Vogelgrippe und Corona bringen die Aussteller in Bedrängnis

Mit dem Ergebnis, dass Zuchten verkleinert oder ganz eingestellt wurden, was ein herber Verlust für den Erhalt der Rassen und der Artenvielfalt sei. Mit der Ausstellung, mit dem Präsentieren der vielen spannenden Rassen werbe man auch für dieses schöne Hobby und hoffe, den einen oder anderen Besucher für die Rassegeflügelzucht zu begeistern, sagt Schmitz, der selber zwei Taubenrassen, eine Gänserasse, zwei Großhühnerrassen und drei Zwerghuhnrassen in Lippoldshausen züchtet.

Für besondere Leistungen erhielten drei Züchter auf der Ausstellung das Prädikat „vorzüglich“. Diese sind: Günther Steinmeier für seine Hühnerrasse Zwergwyandotten in weiß-schwarzcolumbia, Thomas Klöppner für seine Taubenrasse Elsternpurzler schwarz sowie Bernhard Schüßler für seine Taubenrasse Wiener Tümmler blau mit schwarzen Binden. (Christian Mühlhausen)

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