Kontaktperson auch für Mitarbeiter

Mündens Klinik-Seelsorger Udo Bagdahn geht in den Ruhestand

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Abschied: Mit Applaus verabschiedeten sich die Mündener am Sonntagvormittag im Gottesdienst von Pastor Udo Bagdahn (links), der seit 2011 als Krankenhausseelsorger gearbeitet hat. Superintendent Thomas Henning dankte ihm für sein Engagement.

Hann. Münden. Mit Applaus verabschiedeten sich die Mündener am Sonntagvormittag im Gottesdienst von Pastor Udo Bagdahn.

Fünf Jahre lang war Udo Bagdahn als Krankenhausseelsorger in Hann. Münden tätig und erlebte hier die Veränderungen in der Krankenhauslandschaft hautnah. Jetzt geht er in den Ruhestand.

„Ich habe viele engagierte und liebenswürdige Menschen kennengelernt. Es war eine schöne Zeit“, so der Pastor. Superintendent Thomas Henning entpflichtete Udo Bagdahn von seinem Auftrag und bedankte sich für sein Engagement, seine Kollegialität und seine Verlässlichkeit.

Erste Stationen

Udo Bagdahn wurde 1953 in Dortmund geboren, ist dort aufgewachsen und hat in Bochum studiert. Als Vikar verschlug es ihn erstmals nach Niedersachsen, nämlich nach Oldenburg. Von dort aus ging es weiter zur ersten Pfarrstelle ins kleine Schnackenburg an der Elbe, direkt an der Grenze zur DDR. Die kleinste Stadt Niedersachsens hatte damals gerade 480 Einwohner.

Hier betreute Pastor Udo Bagdahn drei ländlich geprägte Gemeinden, und war außerdem Binnenschifferpastor. „Für einen jungen Großstädter wie mich war es zuerst nicht einfach, dort auf dem Land Fuß zu fassen. Aber es war großes Glück, schnell eine Pfarrstelle zu bekommen, da durfte man nicht wählerisch sein und im Nachhinein betrachtet war es genau das Richtige“, schaut der Pastor zurück.

Fünf Jahre arbeitete und lebte er in Schnackenburg, großes Thema war unter anderem immer wieder Gorleben, er erlebte Menschenketten und Demonstrationen sowie den Ruf Glasnost und Perestroika. „Diese fünf Jahre waren anstrengend aber haben mich geprägt“, so Udo Bagdahn. Trotzdem wollte der Großstädter wieder zurück in die Großstadt, sein Wunsch: eine Versetzung nach Hannover. Daraus wurde letztendlich Göttingen und das war gut so. „Ich habe die Stadt als jugendlich, international und freundlich kennengelernt. Ich konnte mich offen zu meiner Antikriegshaltung während des Golfkrieges äußern und meine Abneigung gegen Atomkraft zum Ausdruck bringen“, so der Pastor.

Krankenhausseelsorger

Im laufe der Zeit kamen zu seinen vielfältigen Aufgaben immer wieder seelsorgerische Einsätze, ein Umzug nach Stade, eine halbe Stelle im Krankenhaus in Buxtehude und viel Patientenkontakt. „Da wurde mit klar, dass es dieser Kontakt ist, in dem ich aufgehe. Von da an wollte ich den Schwerpunkt meiner Arbeit auf die Seelsorge legen“, berichtet Udo Bagdahn.

Hann. Münden

Als dann 2011 eine Stelle in genau diesem Bereich frei wurde, überlegte der 62-Jährige nicht lange, bewarb sich in Hann. Münden und arbeitete im Vereinskrankenhaus und im Nephrologischen Zentrum Niedersachsen (NZN) sowie in der Notfallseelsorge.

Während der Zeit der Insolvenz des Vereinskrankenhauses und der Zusammenlegung des Mündener Krankenhauses mit dem NZN waren es oft auch die Mitarbeiter, die seinen Rat suchten. Ungewissheit und Angst vor der Zukunft beschäftigten viele und eine ganz neue Aufgabe kam auf den Pastor zu.

Viel Engagement steckte er auch in die Arbeit in dem 2012 eingerichteten Hospiz und war auch dort für die Menschen ein verlässlicher Ansprechpartner. Seine aufgeschlossene Art haben ihn sowohl bei Kollegen als auch in der Gemeinde sehr beliebt gemacht. 


Von Wiebke Huck

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