Tillyschanze

Noch viel zu tun am Turm über Münden - und drumherum

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Der Turm über den Dächern der Stadt: Blick auf die Tillyschanze von der Siebenturmstraße aus.

Hann. Münden. Die Tillyschanze ist wieder fit, aber drumherum stehen noch Verbesserungen an.

Der Aussichtsturm ist saniert, das Eberlein-Zimmer runderneuert, und doch gibt es an der und um die Tillyschanze immer noch zu tun, berichten Dr. Manfred Albrecht, Vorsitzender der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze, und Schriftführer Heinz-Peter Schwarze.

Mehr Informationen soll es beispielsweise vor dem Turm geben. Dort steht eine stilisierte Turm-Skulptur, die Silhouette der Tillyschanze. An dieser will der Förderverein drei wetterfeste Hinweistafeln anbringen mit Grunddaten über das Bauwerk und über Gustav Eberlein, der das Relief im Turmzimmer schuf („Die heldenhafte Verteidigung Mündens im 30-jährigen Krieg“). Der neue Touch-Screen, der im Eberlein-Zimmer das Relief des Bildhauers erklärt, soll noch Englisch lernen. Er werde übrigens sehr gut angenommen, so Schwarze. Um das Eberlein-Zimmer auch für kleine, aber feine Veranstaltungen nützen zu können, soll es Bänke bekommen, ringsum an den Wänden.

Auch für den Beginn des Zickzackweges ist eine Info-Tafel angedacht, die verrät, was einen oben erwartet. Diese müsse aber noch genehmigt werden. Ein Teil der Balustrade sei defekt und müsse repariert werden. Und schließlich soll auch das kleine Rondell seitlich am Fuß des Turms wieder hergerichtet werden, sodass man dort in kleiner Runde sitzen kann – um zum Beispiel einem Märchenerzähler zu lauschen. Die Beleuchtung – der Turm wird abends angestrahlt – solle farbiger werden, nennt Dr. Albrecht eine weitere Idee, „immer passend zur Jahreszeit“.

Die Arbeit der Fördergemeinschaft ist also nicht beendet. Zumal der Verein sich bereit erklärt hat, den von ihm wieder hergerichteten Zickzackweg zu pflegen.

Das mache viel Arbeit, so Vorsitzender Albrecht, dafür suche man weitere Mitstreiter. Zurzeit machten sich dort immer wieder Wildschweine zu schaffen und wühlten den Weg auf. Noch nicht wieder passierbar ist der Skulpturenweg, der durch den Wald zur Tillyschanze führt. Dort hatte der Sturm Bäume umgeworfen.

Diese seien zwar inzwischen beseitigt, aber die herausgerissenen Wurzelteller hätten Löcher in den Weg gerissen, die noch aufgefüllt werden müssten. Das liegt nicht in der Hand der Schutz- und Fördergemeinschaft, sondern beim Stadtforst, wo man derzeit mit der Beseitigung der Orkanschäden überall alle Hände voll zu tun hat.

Ein großer Wunsch des Vereins sei, dass der „Bierweg“, der befahrbare Waldweg, der vom Haus der Nationen in Neumünden bis zum Ausflugsziel führt, so befestigt wird, dass er langfristig hält. Diesen Wunsch richtet der Verein an die beiden für den Bereich zuständigen Forstämter.

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