„Wir wünschen uns, dass endlich etwas passiert“

Vieles wäre zu sanieren an den Schulen im Altkreis Münden

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Schon 2018 wurde an der Schule gearbeitet: Die Grundschule Königshof kurz vor Schulbeginn nach den Ferien am 8. August 2018.

Den Schulen im Land und in Hann.Münden fehlt das Geld für dringend benötigte Sanierungen. Der Landeselternrat kritisiert fehlende Investitionen seitens der Städte und Gemeinden

Das Land habe in der Vergangenheit bereits Unterstützung geleistet. Hier dränge sich aber die Frage auf, wo die guten Beispiele blieben, die eine Verwendung dieser Mittel in der Schule dokumentierten, erklärte der Vorsitzende des Landeselternrats Niedersachsen, Mike Finke. „In Hann. Münden gibt es einen Sanierungsstau an den Grundschulen“, berichtet der Vorsitzende des Stadtelternrates in Hann. Münden, Holger Sparbier, etwa an der Grundschule Königshof oder der Schule am Wall. 

Laut Verwaltung der Stadt stehen für die sieben Grundschulen in Hann. Münden Mittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Landes (KIP) in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Gespräche mit den Schulleitungen der betroffenen Schulen hätten stattgefunden, die Ausschreibungen seien jedoch noch in Vorbereitung. Die Gemeinde Staufenberg plant in der Grundschule Uschlag die Renovierung zweier Klassenräume und eines Gruppenraumes für 6500 Euro.

 In der Samtgemeinde Dransfeld sind laut Bürgermeister Mathias Eilers Erweiterungsbauten an der Grundschule Dransfeld geplant. 2020 sollen 1,1 Millionen Euro investiert werden. Grund seien Anforderungen durch die Inklusion. Der Landkreis Göttingen investiere im Altkreis allein in den aktuellen Sommerferien über 1,7 Millionen Euro, teilte der Landkreis mit. 

Größter Posten sei die Fassade der Sporthalle Dransfeld mit 900.000 Euro. Am Grotefend-Gymnasium würden 470.000 Euro, an den BBS 127.000 Euro, an der Drei-Flüsse-Realschule 127.000 Euro, an der Schule am Hohen Hagen in Dransfeld 25.000 Euro, an der Sporthalle Gimte 20.000 Euro, an der Werra-Realschule 9000 Euro und an der Schule am Botanischen Garten 7000 Euro investiert.

Undichtes Dach und Probleme mit dem Brandschutz

Bereits seit anderthalb Jahren sei das Dach der Grundschule Königshof undicht. Es regne rein, Modulplatten lösten sich von der Decke. Ein ähnliches Problem gebe es bei der Grundschule am Wall. Auch dort sei das Dach stellenweise undicht, berichtet der Vorsitzende des Stadtelternrates Hann. Münden, Holger Sparbier. Außerdem gebe es Probleme mit dem Brandschutz.

Alle sieben Grundschulen der Stadt erfüllten Auflagen nicht, Fluchtwege existierten nicht oder seien nicht korrekt beschildert. Von der Stadt habe man die Zusage erhalten, dass die Mängel abgestellt würden. Da aber die Ausschreibung für die Grundschule Königshof noch nicht durch sei, rechnet Sparbier nicht mehr mit einem Beginn der Dachsanierung noch in diesem Jahr. 

Zudem arbeite die Stadt noch immer an einem Schulentwicklungsplan. „Die Stadt vertröstet uns, wir sind mit den Ergebnissen aber nicht zufrieden und wünschen uns, dass endlich etwas passiert“. Politik und Verwaltung müssten sich endlich zusammensetzen und handeln.

Um Schulen fit zu machen für die Digitalisierung, müsse auch in die IT-Infrastruktur investiert werden. Das werde durch den Sanierungsstau noch verzögert, fürchtet Sparbier. Die Stadt Hann. Münden teilte ihrerseits mit, es gebe zwar immer eine Prioritätenliste zwingend erforderlicher Maßnahmen, aber die Sicherheit für Kinder und Personal kenne keine „Ausstände“. Was notwendig sei, müsse im Rahmen der Möglichkeiten vom Kita- und Schulträger auch unterhalten werden. Detailgespräche mit den Schulleitungen und der Bauplanung für die Grundschulen Königshof und am Wall hätten stattgefunden.

Von einem Baubeginn noch in den aktuell laufenden Sommerferien könne aber wegen noch laufender Ausschreibungen leider noch nicht gesprochen werden, heißt es von der Stadt.

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