Sechs Kilometer Kabel

Hann. Münden: Sonnenstrom für Kläranlage in Gimte

In luftigen Höhen: Ingo Meyer (Firma Meyer & Meyer), Joachim Spiegler (Stadtentwässerung) und Jens Steinhoff (VHM) präsentieren die
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In luftigen Höhen: Ingo Meyer (Firma Meyer & Meyer), Joachim Spiegler (Stadtentwässerung) und Jens Steinhoff (VHM) präsentieren die

Das Dach der großen Klärschlammhalle in Gimte bekommt eine Photovoltaikanlage. 561 Module sollen die Kläranlage mit Strom versorgen. Die Arbeiten sind fast abgeschlossen.

Gimte – Die Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach des neuen Klärschlammlagerplatzes an der Kläranlage in Gimte ist fast fertiggestellt. 561 Module, die nach Süden ausgerichtet sind, bedecken die Hälfte des Daches, 1300 Quadratmeter.

„Die Anlage kann die Kläranlage kontinuierlich mit Storm versorgen“

„Die Anlage kann die Kläranlage kontinuierlich mit Storm versorgen“, berichtet Jens Steinhoff, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) bei einem Treffen vor Ort. Manche Prozesse könne man auch so angleichen, dass sie laufen, wenn die Anlage gerade am meisten Strom produziert. Die VHM hätten den Zuschlag bei einer Ausschreibung über den Bauauftrag bekommen, berichtet er weiter.

Die Kläranlage wird von der Stadtentwässerung Hann. Münden, einem Eigenbetrieb der Stadt betrieben. Ausführende Firma ist Meyer & Meyer Elektrotechnik aus Hann. Münden. „Wir haben fast sechs Kilometer Kabel verlegt“, berichtet Geschäftsführer Ingo Meyer. Die Arbeiten werden noch eine Woche dauern.

Halle schützt den Klärschlamm vor Wasser

Der Gesamtertrag wird mit 200 000 Kilowattstunden angeben. „Das reicht für 57 Einfamilienhäuser bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden pro Jahr“, sagt Steinhoff. 250 000 Euro wurden investiert. Damit komplettiert die Fotovoltaik-Anlage die Halle, die das ortsansässige Architekturbüro Volkmer geplant hat. Die Halle wird den Klärschlammlagerplatz vor Regen schützen. Der Bau war dringend notwendig, weil im Gegensatz zu früher Klärschlamm kaum noch auf landwirtschaftlichen Flächen aufgebracht werden darf.

2017 sei die Klärschlammverordnung geändert worden, deswegen werde der Schlamm nun größtenteils in speziellen Anlagen verbrannt. Seitdem hätten viele Kommunen das Problem, den Schlamm schnell zu entsorgen. In der Mündener Kläranlage fallen im Jahr circa 1600 Tonnen Klärschlamm an, berichtet Joachim Spiegler, Betriebsleiter der Stadtentwässerung. (Jens Döll)

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