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Spielerische Sprachförderung: Grundschulkinder lernen in den Ferien über Umweltschutz

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Von: Kim Henneking

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Kleine Gruppe mit großem Pogramm: Grundschulkinder aus Neumünden verbringen gemeinam ihre Ferien. Fabius Weidemeier, Sonja Lehmann, Stephanie Heck-Weidemeier und Nancy Malengila (hinten von links) sorgen für ein abwechslungsreiches Programm und leckeres Essen.
Kleine Gruppe mit großem Pogramm: Grundschulkinder aus Neumünden verbringen gemeinam ihre Ferien. Fabius Weidemeier, Sonja Lehmann, Stephanie Heck-Weidemeier und Nancy Malengila (hinten von links) sorgen für ein abwechslungsreiches Programm und leckeres Essen. © Kim Henneking

Spielerisch in den Ferien etwas über die Umwelt und deren Schutz lernen. Das können Kinder im Hann. Mündener Stadtteil Neumünden. „Du und die Umwelt“ lautet das Motto des Ferienprogramms für Grundschulkinder im Haus der Nationen.

Neumünden – „Du und die Umwelt“ lautet das Motto des Ferienprogramms für Grundschulkinder im Haus der Nationen in Neumünden. 15 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren lernen dort spielerisch einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen im Alltag, Mülltrennung, Recycling und spielen mit umweltschonenden Materialien.

Auch soziale Kompetenzen und Deutschkenntnisse werden während des zweiwöchigen Programms gefördert. Denn das Angebot richtet sich vor allem an finanziell schwächere Familien und solche mit Migrationshintergrund, wie die Organisatorinnen berichten.

Das Programm ist in Kooperation mit der Brüder-Grimm-Schule Neumünden, der GAB Südniedersachsen, dem Neumündener Begegnungszentrum und der Volkshochschule Hann. Münden (VHS) entstanden.

Durch die bestehenden Netzwerke in Neumünden nehmen viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien teil, die im Haus der Nationen untergekommen sind, berichten Sonja Lehman, Leiterin der VHS Hann. Münden, und Stephanie Heck-Weidemeier, stellvertretende Leiterin des Haus der Nationen. Die Kooperation mit der Grundschule ermögliche auch, dass sie mit Kindern außerhalb der Einrichtung Kontakte knüpfen. Zwei Kinder sprechen noch kein Deutsch, was im Alltag aber kein Hindernis darstelle.

Gemeinsam mit ihren Betreuern, den angehenden Lehrkräften Fabius Weidemeier und Florentina Iberhysaj, entdecken sie spielerisch die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. So werden beispielsweise die Farben für Bastelprojekte selbst hergestellt, berichten die Betreuer. Für die tägliche Verpflegung sorgt die Ehrenamtliche Nancy Malengila. Auch ein Besuch im mittelalterlichen Modelldorf Steinrode ist geplant. Dort sollen die Kinder einen Einblick in den früheren Alltag erhalten, wie Lebensmittel gewonnen und zubereitet wurden, Menschen gearbeitet und gewohnt haben. „Das soll auch eine Wertschätzung für die heutige Technik und Ressourcen vermitteln“, sagt Florentina Iberhysaj.

Das Ferienprogramm im Haus der Nationen ist im Coronajahr 2020 entstanden, berichten Lehmann und Heck-Weidemeier. Damals wurde eine Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder angeboten. Denn durch den Fernunterricht sei der Erwerb von sozialen und sprachlichen Kompetenzen erschwert gewesen, sowohl für Flüchtlingskinder, Kinder mit Migrationshintergrund, und allgemein Erstklässler, die nach ihrer Einschulung keinen regulären Schulalltag kennenlernen konnten.

Auf das Hausaufgabenprojekt folgte eine Ferienbetreuung zur Sprachförderung und mit Bewegungsangeboten. Denn die sportlichen Aktivitäten der Kinder seien durch den Heimunterricht eingeschränkt gewesen. Das erste Ferienangebot gab es zum Thema Märchen. Das Projekt wird gefördert durch den Deutschen Volkshochschulverband und das Programm „Kultur macht stark“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. So ist es für die Teilnehmer kostenlos. (Kim Henneking)

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