„Grün Blaues Band“

60 000 Euro für Mikroklima: Bund fördert Hann. Mündener Umweltprojekt

Tanzwerder (rechts) und Doktorwerder (links)
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Geld für die Flussinseln, Wallanlage und Flüsse: Tanzwerder (rechts) und Doktorwerder (links) sind Teil des Entwicklungsprojektes „Grün Blauer Ring Hann. Münden – von Werdern und Wallanlagen“.

Das Stadtklima und die Entwicklung der Freiräume sollen gefördert werden. Dazu ist das Projekt „Grün Blauer Ring “ angedacht. Dafür gibt es nun Geld vom Bund.

Hann. Münden – Die Stadt Hann. Münden erhält 60 000 Euro Bundesförderung aus dem Programm Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. Diese wird für das Projekt „Grün Blauer Ring Hann. Münden – von Werdern und Wallanlagen“ ausgezahlt.

Das teilte der SPD-Bundestagskandidat Dr. Andreas Philippi mit. Auch die Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU) und Ulla Ihnen (FDP) berichten von der Förderzuteilung. „Eine offizielle schriftliche Mitteilung hat die Stadt noch nicht erhalten“, heißt es dazu von der Stadtsprecherin Julia Bytom.

Hann. Münden: Stadt bekommt Fördergeld vom Bund

Ziel des „Grün Blauer Rings“ sei es, in dem Bereich der Werder, also der kleinen Flussinseln und der Wallanlagen in der Stadt Freiräume zu entwickeln, die das Mikroklima erhalten und verbessern sollen. Bei der Planung will die Stadt auch die Bürger einbinden: „Die Diskussion soll auf Augenhöhe stattfinden“, sagt Bürgermeister Harald Wegener. Formate dazu – online und offline – werden ausgearbeitet.

Es sollen auch Jugendliche und andere, weniger leicht zu erreichende Bevölkerungsteile, angesprochen werden. Neben den verschiedenen Eigentümern, Unternehmen und Vereinen, die die Flächen nutzen, sollen auch der Landkreis Göttingen und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt eingebundenwerden. „Die vorhandenen Grünräume sollen gesichert und qualitativ weiterentwickelt werden, dabei sollen ökologische und klimatische Wertigkeit, Freiraumnutzung, Natur- und Wassererleben zusammen gedacht werden“, so Stadtsprecherin Julia Bytom.

Tanzwerder in Hann. Münden als Beispiel

Als Beispiel nennt Wegener den Tanzwerder. Auf diesem kommen viele Nutzungen zusammen: „Es gibt Parkplätze, Kanuten, Wohnmobilisten und Grünflächen.“ Dafür soll ein Konzept ausgearbeitet werden, um die Nutzungen besser koordinieren zu können.

Ausgearbeitet wurde die Skizze von Nicole Prediger (Bereichsleitung Stadtentwicklung), Ulrike Braun (Fachdienst Stadtplanung), Katrin Mihr (Fachdienst Umwelt) und Marie Haibt (Städtebaureferendarin des Landes Niedersachsen). (Jens Döll)

Förderung für Städte und Gemeinden

Das Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ soll konzeptionelle und investive Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz und Klimaanpassung unterstützen. Das teilt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung mit. Die Bundesmittel werden aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ im Haushaltsjahr 2021 bewilligt und stehen in den Jahren 2021 bis 2024 bereit. Städte und Gemeinden konnten Anträge stellen. 

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