Lokaler Haushalt 

Der Stand der Altschulden in Hann. Münden bereitet Kopfzerbrechen: Finanzielle Lage bedrohlich

Luftbild: Innenstadt von Hann. Münden. (Symbolbild)
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Luftbild: Innenstadt von Hann. Münden. (Symbolbild)

Der Stand der Altschulden in Hann. Münden ist hoch. Das bereitet den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Es könnte auch zu einer Katastrophe kommen. 

Hann. Münden – Der Stand der Altschulden in der Stadt Hann. Münden bereitet Kopfzerbrechen: Laut Stadt betrug der Stand der Liquiditätskredite zum 31. Dezember 2019 31 Millionen Euro. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl der Stadt von 23 727 wären das ganze 1306,53 Euro an Altschulden pro Einwohner. Mit Stichtag 31. Dezember 2014 habe der Stand der Liquiditätskredite allerdings noch bei 43 Millionen Euro gelegen.

Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener fürchtet eine Zinswende am Kreditmarkt: Diese würde Hann. Münden, in Anbetracht der hohen Verschuldung, die Möglichkeit der Aufstellung eines ausgeglichenen Haushaltes nahezu unmöglich machen, so Wegener. 

Schulden in Hann. Münden: Stadt könnte in bedrohliche Lage geraten

„Auch wenn die Liquiditätskredite zum 31. Dezember 2019 auf 31 Millionen Euro zurückgeführt werden konnten, wird die Stadt Hann. Münden nicht in der Lage sein, sich aus dieser finanziell bedrohlichen Lage selbstständig zu befreien“, betont der Bürgermeister. Obwohl die Zinslage derzeit günstig sei, hätten die Zinsbelastungen für die in den vergangenen Jahrzehnten benötigten Liquiditätskredite die Stadt sehr belastet und in ihrem Handeln stark eingeschränkt. 

Er hoffe auf einen Altschuldenschnitt, um allen Kommunen in Niedersachsen in diesen schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie einen Neustart zu ermöglichen, so Wegener. Zudem danke er dem SPD-Landtagsabgeordneten Gerd Hujahn für dessen Unterstützung in dieser Angelegenheit.

Hann. Münden: Landtagsabgeordneter setzt sich in Hannover für Stadt ein

Gerd Hujahn erklärte, er setzte sich gern in Hannover für die Belange der Stadt ein. So habe er Gespräche mit Ministerpräsident Stefan Weil, dem Innenministerium und der Staatskanzlei angeregt, die aber unter anderem wegen Corona bislang verschoben werden mussten. Gleichzeitig betonte Hujahn, dass die von Wegener angeführte komplizierte geografische Lage Mündens als Argument für eine Unterstützung seitens des Landes nicht ausreichen werde.

Stattdessen sei es auch wichtig, einen nachvollziehbaren Plan für eine zukunftsweisende Organisation der Stadt auszuarbeiten. 

Von Thomas Schlenz 

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