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Hann. Münden: Standort für Weihnachtsmarkt gesucht

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Von: Thomas Schlenz

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Umstritten: Weihnachtsmarkt in den Wallanlagen. In Hann. Münden wird der Standort weiterhin kontrovers diskutiert. Archi
Umstritten: Weihnachtsmarkt in den Wallanlagen. In Hann. Münden wird der Standort weiterhin kontrovers diskutiert. (Archiv) © Jens Döll

Wenig Zeit gebe es für neues Konzept für den Weihnachtsmarkt in Hann. Münden. Das heißt es von der HMM. Nach der Schlappe vor dem Rat gibt es eine Diskussion über einen neuen Standort.

Hann. Münden – Nachdem es für den Standort Wallanlagen keine Mehrheit im Hann. Mündener Rat gab, muss die Stadt nun nach Alternativen suchen. „Der Zeitplan, um jetzt eine Alternative auf die Beine zu stellen, ist knapp“, sagt Mündens Tourismusmanager Matthias Biroth.

Hann. Münden: „Ideen dazu gibt es viele“

Deswegen werde es in diesem Jahr darauf hinauslaufen, einen Weihnachtsmarkt in der Version der vorigen Jahre, beispielsweise wieder auf dem Kirchplatz zu organisieren. Ein komplett neues Konzept könne dann für den Weihnachtsmarkt 2023 ausgearbeitet werden. „Ideen dazu gibt es viele“, betont Biroth und führt als Beispiele Vorschläge für einen dezentralen Markt oder für den Packhof an. Man müsse dann nur sehen, wie man mit den Nachteilen dieser Alternativstandorte umgehe. Er selbst finde es schade, dass sich der Rat gegen den Wall entschieden hat. „Ich halte den Wall nach wie vor für eine gute Idee. Wir hätten das zudem mit Bodenproben und zusätzlichen Kontrollen begleitet“, sagt Biroth enttäuscht.

Hann. Münden: Rat stimmte gegen Wallpläne

Andere Städte hätten damals bewundernd auf die Planungen in Münden gesehen. Nun habe der Rat anders entschieden und es gehe jetzt darum, für alle Seiten das Beste herauszuholen. „Ich hätte mir gewünscht, die Ratsmitglieder hätten den Wall nicht nur abgelehnt, sondern gleich eine Alternative benannt“, so Biroth. Die Grünen, die die Absage an den Wall maßgeblich forciert hatten, weisen indes eine mögliche Zuschreibung als Spielverderber zurück: Ratsmitglieder, die nicht für den Standort Wall gestimmt hätten, seien keine „Weihnachtsmarkt-Muffel“, erklärte Hartmut Teichmann gegenüber unserer Zeitung. Sie wünschten sich lediglich einen geeigneteren Platz, an dem die Füße trocken blieben und die historischen Wallanlagen nicht geschädigt würden.

Warnung vor Umweltschäden

Der Standort des Mündener Weihnachtsmarktes sorgt bereits seit vergangenem Jahr für Diskussionen in der Stadt. Die Hann. Münden Marketing (HMM) hatte geplant, den Markt in den Wallanlagen stattfinden zu lassen. Der Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Volker Meng, und der Umweltpfleger, Jens Helberg, kritisierten mit Gutachten die Idee, da sie Schäden an dem empfindlichen Baumbestand befürchteten. Der Rat hat den Standort kürzlich endgültig abgelehnt. 

Letztendlich seien es immer nur technische Herausforderungen gewesen, die gegen die Alternativen vorgebracht worden seien. Doch die seien lösbar. Die Belastungen des Walls hingegen stellten ein Ausschluss-Kriterium dar. „Darum sollten jetzt neue Standorte entwickelt werden“, so Teichmann. (Thomas Schlenz)

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