Besuch von Politkern

Hann. Münden: Starker Fortbildungsstandort der Polizeiakademie

Digitale Simulation in Echtzeit: Polizist Kai Görtler zeigt den Teilnehmern der Blaulichtwoche die Virtual-Reality-Brille. Im Hintergrund ist ein Einsatzszenario zu sehen.
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Digitale Simulation in Echtzeit: Polizist Kai Görtler zeigt den Teilnehmern der Blaulichtwoche die Virtual-Reality-Brille. Im Hintergrund ist ein Einsatzszenario zu sehen.

Im Zuge der Blaulichtwoche besuchten SPD-Landtagsabgeordnete die Polizeiakademie in Hann. Münden. Dort bekamen sie einen Einblick in die digitale Zukunft der Ausbildung.

Gimte – Wohin entwickelt sich die Polizeiakademie in Niedersachsen und insbesondere der Standort im Hann. Mündener Stadtteil Gimte? Darüber klärte der Leiter der Niedersächsischen Polizeiakademie, Carsten Rose, bei einem Termin mit dem Arbeitskreis Inneres der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtags im Zuge der Blaulichtwoche auf.

Hann. Münden: Zukunft von Polizeiakademie sicher

In den kommenden Jahren werde sich einiges bei der Polizei in Niedersachsen ändern, zumal Stellen nicht nachbesetzt werden, so Rose. Dies wirkt sich auf die Akademie-Standorte aus. „Hann. Münden bleibt der stärkste Fortbildungsstandort“, erklärt Rose und unterband damit alle Gerüchte über einen Abbau des Standortes. „Es gibt keine Pläne in Hann. Münden etwas aufzulösen.“ Allerdings werde man das Studium „eindampfen“, dies werde aber an allen Standorten geschehen.

Weiterhin wird der Fokus auf digitalen Angeboten liegen. Diese habe man im vergangenen Jahr entwickelt, so der Leiter der Akademie. Allgemein habe sich die digitale Lehre als Erfolg erwiesen, so Rose. Man habe keine schlechteren Ergebnisse festgestellt, einige Studierende hätten sich sogar verbessert. Theoretische Unterrichtseinheiten wie Kriminal- und Organisationswissenschaften, Rechtswissenschaften und Einsatz- und Verkehrslehre haben digital stattgefunden.

Besuch bei der Polizeiakademie: Die Mitglieder des Arbeitskreis Inneres der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtags mit dem Leiter der Akademie, Carsten Rose (zweiter von rechts)

Digitales Angebot wird beibehalten

Der praktische Unterricht, wie zum Beispiel das Schieß- und Zugriffstraining, habe weiter in Präsenz stattgefunden, erklärte Rose den anwesenden Politikern. Momentan werde abgestimmt, wie eine Rückkehr in die Präsenz zu Regeln sei. Dabei werde man aber nicht auf das „Vor-Corona-Niveau“ zurückkehren, sondern „die digitalen Angebote beibehalten“. Ziel sie es, nach der Sommerpause, ab dem 1. Oktober schrittweise in die Präsenz zurückzugehen. Der Fokus liege dabei auf den neuen Jahrgängen, da diese zum Teil noch keinen Unterricht vor Ort hatten.

Auf der Tagesordnung des Rundgangs stand auch der Virtual-Realitiy-Raum der Akademie. Dort lassen sich reale Einsatzsituationen digital nachbilden. Mit einer sogenannten VR-Brille können die Studierenden in die Szenarien eintauchen, erklärten Kai Görtler und Michael Dunker die Technik.

Ab Oktober soll der VR-Raum für die reguläre Ausbildung genutzt werden, so Carsten Rose. „Seit einem Jahr läuft das als Pilotprojekt“, fügte Görtler hinzu. Neben den Szenarien kann auch direkt der Einsatz ausgewertet und nachbereitet werden. Zusammen mit der Polizei in Rheinland-Pfalz sei man in Niedersachsen dabei „taktgebend“. „Es ist ein Teil der Zukunft, kann aber natürlich nicht die Praxis ersetzen“, so Rose dazu.

Hann. Münden als Wiege der niedersächsischen Polizei

„Hann. Münden ist die Wiege der niedersächsischen Polizei“, sagt SPD-Landtagsmitglied Gerd Hujahn. Die Akademie wurde in ihrer ursprünglichen Form 1946 gegründet und wird damit dieses Jahr 75 Jahre. Im weiteren Verlauf besuchten die Politiker noch das Logistikzentrum und den Zentralen Polizeidienst in Göttingen. Vom Ausschuss der SPD-Landtagsfraktion waren Ulrich Watermann, Karsten Becker, Dunja Kaiser, Petra Tiemann, Rüdiger Kauroff, Deniz Kurku und Bernd Lynack an dem Besuch beteiligt. (Jens Döll)

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