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Stephan Stange kandidiert für Die Basis bei der Landtagswahl

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Von: Jens Döll

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Will mehr Basisdemokratie: Stephan Stange aus Hann. Münden kandidiert für die Kleinpartei Die Basis für den Landtag.
Will mehr Basisdemokratie: Stephan Stange aus Hann. Münden kandidiert für die Kleinpartei Die Basis für den Landtag. © Stephan Stange

Stephan Stange aus Hann. Münden kandidiert für die Partei Die Basis. Die Kleinpartei wurde im Jahr 2020 gegründet, viele ihrer Mitglieder kritisieren die Corona-Politik. Ihm gehe es um die Kinder, sagt er.

Altkreis Münden – „Mir geht es bei der Politik um die Kinder“, sagt Stephan Stange. Er tritt zur Landtagswahl am 9. Oktober für die Kleinpartei Die Basis im Wahlkreis 15 an. Zur Politik ist der Wahl-Mündener nach seiner Aussage durch die Coronapandemie und die einhergehenden Maßnahmen gekommen. Wenn er von diesen spricht, sagt er meistens „die Sache“.

Hann. Münden: Stephan Stange tritt für Die Basis an

Er sei unzufrieden mit den harten Einschränkungen gewesen, „die Kinder mussten unter den Maßnahmen leiden“. So habe er sich entschlossen, sich der 2020 gegründeten Partei anzuschließen. „Ich habe mir vorher alle Parteien gründlich angesehen“, berichtet der 61-Jährige. Die „Altparteien“, wie er andere Parteien nennt, hätten ihn nicht überzeugt, dafür Die Basis. Es habe „Bumm gemacht“. Dass die Partei nicht unumstritten ist, weiß er.

Kritiker werfen ihr vor, Impfgegner zu unterstützen, Fakenews zu verbreiten und die Coronapandemie kleinzureden. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, sagt er, und meint damit sich und seine Frau. Im September 2021 wurde er Mitglied. Ihn habe angesprochen, dass sich die Partei für Basisdemokratie einsetze. Sein Umfeld habe es zum Großteil positiv aufgenommen, nur wenige hätten sich abgewandt. Es habe nur „ganz wenige Konfrontationen gegeben“, berichtet er. Man habe ihn beispielsweise als „Querdenker“ bezeichnet. Ein Begriff, der seiner Meinung nach erst durch negative Berichterstattung zur Abwertung genutzt worden sei.

Zu seiner Kandidatur sei er spontan gekommen. „Es ist aus der Bewegung heraus passiert.“ Er sei gefragt worden, ob er mitmachen wolle. Dann habe er bei Bürgerbefragungen teilgenommen. In einem Mündener Restaurant habe es eine Versammlung des Vorstandes aus dem Bereich Göttingen-Osterode-Harz gegeben. Am 18. März sei er als Kandidat für die Landtagswahl aufgestellt worden. Seine Frau unterstütze ihn. Auch die Kandidatur sei in seinem Umfeld „eher positiv“ aufgenommen worden.

Partei wird für ihre Haltung zu Corona kritisiert

Über seine Chancen, in den Landtag in Hannover einzuziehen, macht sich Stephan Stange Gedanken. „Wahrscheinlich werden die Altparteien die besseren Chancen haben“, sagt er. Er hoffe aber, „einen Fuß in die Tür zu bekommen“, wie er sagt. Zumal er merke, dass die Unzufriedenheit in der Bevölkerung hoch sei. Dazu passe ein Zitat des Schauspielers Dustin Hoffman, das er sehr gerne hat: „Wer etwas will, muss mutig sein, zu scheitern.“ Er wolle mit seiner Arbeit für die Jugend als Vorbild dastehen.

Beim Wahlkampf wird er von den anderen Mitgliedern der Basis unterstützt. Geplant sind Infostände, beispielsweise in Hann. Münden und Bovenden. Zudem werden etwa 15 000 Flyer an Haushalte verteilt. Sein erstes Plakat hat er in Münden in der Nähe eines Hotels aufgehängt, mittlerweile sind sie auch in anderen Gebieten des Wahlkreises angebracht. Seine Kernthemen für die Wahl sind Kinder und auch Energie. Neben seinem politischen Engagement fotografiert Stange. Er hat ein Fotostudio in Münden betrieben, das er aber schließen musste, und Werke ausgestellt. Zudem bindet er Bücher und hat mit seiner Frau Kinderbücher geschrieben und illustriert. Einen Gedichtband haben sie angefertigt. Neben dem Wahlkampf bleibe aber kaum Zeit für Freizeit. (Jens Döll)

Zur Person

Stephan Stange (61) wurde in Magdeburg in Sachsen-Anhalt geboren. Er wuchs in der DDR auf.
Nach der Wende kam er in „den Westen“. In Hann. Münden lebt er seit dem Jahr 1989. Er arbeitet als Maschinen- und Anlagenführer. Stange ist verheiratet und hat Kinder. Zu Stephan Stanges Hobbys gehören neben dem Fotografieren das Binden von Büchern und das Schaffen von Kunstwerken aus Epoxidharz. Diese verkauft er auf Flohmärkten in der Region.

Die Landtagswahl in Niedersachsen findet am Sonntag, 9. Oktober, statt. Im Wahlkreis 15 Göttingen/Münden bewerben sich sechs Kandidaten um einen Sitz im niedersächsischen Landtag. Die Bewerber sind: Gerd Hans Hujahn (SPD), Ludwig Johann Theuvsen (CDU), Michael Lühmann (Die Grünen), Iwan Krivov (FDP), Lisa Zumbrock (Die Linke) und Stephan Stange (Die Basis). Wir stellen Ihnen die Kandidaten einzeln vor 

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