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Hann. Münden: Blindgängersuche im Gange

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Kampfmittelsuche: Mitarbeiter einer Fachfirma haben am Montag auf dem Gelände des Verwaltungsgebäudes an der Böttcherstraße damit begonnen, das Areal auf mögliche Blindgänger hin zu untersuchen.
Kampfmittelsuche: Mitarbeiter einer Fachfirma haben am Montag auf dem Gelände des Verwaltungsgebäudes an der Böttcherstraße damit begonnen, das Areal auf mögliche Blindgänger hin zu untersuchen. © Ekkehard Maaß

In Hann. Münden haben am Montag (25.07.2022) die Sondierungsarbeiten für die Suche nach Blindgängern begonnen. Es gibt vier Verdachtspunkte. Am Dienstag (26.07.2022) gehen die Arbeiten weiter.

Hann. Münden – Am Verwaltungsgebäude an der Böttcherstraße in der Mündener Innenstadt hat am Montagvormittag (25.07.2022) eine Fachfirma wie geplant mit der Suche nach Blindgängern im Erdreich begonnen.

Hann. Münden: Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg

Dabei handelt es sich um Sondierungsbohrungen und spezielle Messungen mit einer Sonde, bei denen nach Eisen im Boden gesucht wird. Die Stadt Hann. Münden hat dazu die Firma Tauber aus Hannover beauftragt, Spezialisten für die Suche nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg. Evakuierungen seien während dieser Arbeiten nicht notwendig, teilte Bürgermeister Tobias Dannenberg gestern mit. Es bestehe dabei keine Gefahr.

Nach Angaben der Stadt geht es bisher nur um die Überprüfung eines von mehreren Verdachtspunkten, die das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen der Stadt nach der Auswertung von Luftbildaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg mitgeteilt hat. Ob sich tatsächlich Kampfmittel im Boden befinden, ist Gegenstand der jetzigen Untersuchung. Der Verdachtspunkt liegt hinter dem Verwaltungsgebäude auf einem Areal, das als Parkplatz genutzt wird. Mitte Juni hatte die Stadt Hann. Münden von vier Verdachtsfällen in Hann. Münden berichtet. Das Gelände an der Böttcherstraße ist das erste, das nun genauer überprüft wird.

Hann. Münden: Für die Suche sind zwei Tage angesetzt.

Untersucht wird nach früheren Angaben der Stadt ein Bereich von etwa fünf Metern um den Verdachtspunkt herum. Wie vor Ort zu sehen war, haben Mitarbeiter der Fachfirma das Areal mit einem gleichmäßigen Raster mit Punkten für die Bohrungen und Messungen versehen. Die Arbeiten fanden am Montag auch auf einem Teil des Geländes der angrenzenden Kindertagesstätte statt, die wegen Betriebsferien derzeit geschlossen ist. Für die Suche waren zunächst zwei Tage angesetzt. Ob dies ausreiche, könne er derzeit nicht sagen, so Dannenberg. Das hänge von dem Verlauf ab. Konkrete Ergebnisse gab es Montag noch nicht.

Die Kampfmittelspezialisten waren auch schon im Juni vor Ort, um sich den Verdachtspunkt anhand der vorliegenden Koordinaten anzusehen. (Ekkehard Maaß)

Vier Verdachtspunkte in der Stadt

Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung hat wegen Tiefbauarbeiten der Telekom Luftbildaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht und dabei laut Stadt vier Standorte ausfindig gemacht, an denen sich Blindgänger befinden könnten. Außer auf dem Gelände des Verwaltungsgebäudes Böttcherstraße liegen sie auf Bahnanlagen, die an den Philosophenweg angrenzen, auf einem Standort im Bahnhofsumfeld und auf dem Doktorwerder.

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